Duisburg: Planungen für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027

Wo in Duisburg ein neuer Strand entsteht : IGA-Planungen werden 2020 konkreter

Um den Kultushafen in Wanheimerort in Vorbereitung auf die Internationale Gartenausstellung (IGA) für einen neuen Stadtstrand zuschütten zu können, soll die Bezirksvertretung Mitte am Donnerstag einen Dringlichkeitsbeschluss fassen.

Für die IGA 2027 soll der Rheinpark in Hochfeld gewaltig in Richtung Wanheimerort erweitert werden. Dabei kommt der Verfüllung des Kultushafens eine besondere Bedeutung zu, denn diese soll die Basis für die Schaffung eines neuen Strands am Rheinufer bilden. Der bereits im September vom stellvertretenden Bezirksbürgermeister Konrad Junkers (CDU) und Bezirksvertretungsmitglied Lothar Tacke (SPD) unterzeichnete Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan soll nun am Donnerstag von der BV Mitte nachträglich genehmigt werden.

Das rund 60 Hektar (84 Fußballfelder) große Rheinpark-Gelände soll für die IGA zu einem „Zukunftsgarten“ umfunktioniert werden. Entlang des Kultushafens wird eine umlaufende Promenade geplant. Hier käme nach Ansicht der Planer auch noch eine zusätzliche gastronomische Nutzung in Betracht.

Die noch bestehende Lücke zur Wanheimer Promenade und der sich anschließenden Heinrich-Hildebrandt-Höhe mit der Landmarke Tiger & Turtle soll geschlossen und durchgängig begehbar gemacht werden. Spektakuläre Bepflanzungen und ein Ausstellungs- und Veranstaltungspavillon im Rheinpark soll die Besucher anlocken. Am Südhafen bekommt die Hafenmole einen Fuß- und Radweg, der mit einer Brücke zur Uferpromenade verbunden wird. Am Südhafen könnte eine ganz neue Marina entstehen. Ein Teil der Besucher soll wie berichtet auf Rheinhauser Seite auf einem Parkplatz im Rheinvorland parken und über die ertüchtigte Eisenbahnbrücke den Fluss überqueren können. Aber auch Wassertaxis als Beförderungsmittel sind denkbar. Das Rheinparkgelände selbst wird während der IGA eingezäunt, die Besucher müssen Eintritt zahlen.

Im kommenden Jahr sollen die Pläne dann schließlich mit konkretem Leben gefüllt werden. Im Rahmen eines internationalen Realisierungswettbewerbs soll herausgearbeitet werden, wie das Gelände im Detail genutzt werden soll. Derzeit arbeitet die Stadt daran, die Rahmenbedingungen für diesen Wettbewerb festzulegen. Dabei geht es um Fragen, welche Flächen im Einzelnen verfügbar sind, wie der Verkehr abgewickelt werden kann und welche städtebaulichen Ziele verfolgt werden.

Dabei gibt es auch vereinzelt Kritik an der Verfüllung des Kultushafens. Der wird zwar von Binnenschiffen so gut wie nicht mehr angesteuert und führt ein eher beschauliches Dasein. Ob die Gegebenheiten geeignet sind, hier einen Sandstrand einzurichten, muss noch im Detail geprüft werden. Ebenso, welchen Einfluss dies auf Flora und Fauna in diesem Bereich hat.

Der Rat hatte bereits im vergangenen Jahr grundsätzlich grünes Licht für die IGA gegeben. Thomas Susen, planungspolitischer Sprecher der CDU, sprach davon, dass auch Stadtteile wie Hochfeld und Wanheimerort langfristig begrünt, verschönert und aufgewertet werden können.