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Duisburg: Philharmonische Konzerte mit Harriet Krijgh

Philharmonische Konzerte : Übermütiges im Konzertsaal

Das Duisburger Kulturleben erwacht aus der Sommerpause. Da wächst bei vielen Musikfreunden die Vorfreude auf die Philharmonischen Konzerte. Hier ein Überblick über die ersten vier Musikabende.

Die Philharmonischen Konzerte starten mit einem zusätzlichen Kandidaten für die Nachfolge des Generalmusikdirektors in die neue Saison 2018/2019. Hier ein Überblick auf die ersten Konzerte, die in diesem Jahr gespielt werden.

Es geht los mit dem ersten Philharmonischen Konzert am 19. und 20. September. Die 1991 in den Niederlanden geborene und längst weltweit erfolgreiche Harriet Krigh ist die Solistin in dem beliebten, romantisch-französischen Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33 von Camille Saint-Saëns. Der gleichfalls niederländische Gastdirigent Jan Willem de Vriend wurde zusätzlich als siebter und letzter GMD-Kandidat hinzugenommen (die RP berichtete). Er rahmt mit zwei untereinander thematisch verwandten Sinfonien, nämlich der Nr. 35 D-Dur KV 385 „Haffner“ von Wolfgang Amadeus Mozart und der Nr. 1 D-Dur D 82 des 16 Jahre jungen Franz Schubert.

Auch die weltweit erfolgreiche Solistin Harriet Krijgh spielt in Duisburg. Foto: Marco Borggreve

Moderner wird es im zweiten Philharmonischen Konzert am 17. und 18. Oktober. Das altersmilde Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 von Béla Bartók sieht als Solisten den nicht nur in Duisburg bereits bestens bekannten Denys Proshayev. Der Gastdirigent Peter Hirsch ist ein Spezialist für den vor 100 Jahren geborenen Komponisten Bernd Alois Zimmermann - auf dem Programm stehen dessen frühe, ausdrucksstarke Sinfonie in einem Satz (in der Urfassung) und seine übermütige Collage „Musique pour les soupers du roi Ubu“, außerdem von Richard Strauss die gleichfalls recht kecke Tondichtung „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ op. 28.

Der vorübergehende Chefdirigent Axel Kober ist im dritten Philharmonischen Konzert am 7. und 8. November wieder an der Reihe. Er dirigiert „Con Brio“ (2008) von Jörg Widmann, eine elfminütige Parforcejagd durch Zitate aus der siebten und achten Sinfonie von Ludwig van Beethoven, das ironisch-pathetische Konzert für Orgel (Günter Rost), Streicher und Pauken g-Moll von Francis Poulenc und nach der Pause das entsprechende Original, nämlich eben Beethovens gleichfalls ziemlich ironische Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93.

Radek Baborák, Duisburgs „Artist in Residence“ 2015/16, ist wieder dabei. Foto: Lucie Cermáková

Die mutmaßliche, von Robert D. Levin rekonstruierte Urfassung von Mozarts Sinfonia concertante für Flöte, Oboe, Horn, Fagott und Orchester Es-Dur KV 297b eröffnet das vierte Philharmonische Konzert am 28. und 29. November. Zwei der vier Solisten sind Solobläser der Duisburger Philharmoniker, nämlich Stephan Dreizehnter (Flöte) und Jens-Hinrich Thomsen (Fagott). Dazu kommt Viola Wilmsen, die seit 2012 als Solo-Oboistin des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin wirkt. Dabei ist außerdem der vorzügliche tschechische Hornist Radek Baborák, der in der Saison 2015/2016 Duisburgs „Artist in Residence“ (Gastkünstler) war (die RP berichtete). Danach greift Baborák zum Taktstock und dirigiert jene gewaltige Sinfonie Nr. 5 B-Dur, in der Anton Bruckner die Klangwelt glaubensfester Choräle und strenger Fugenkunst zum Leben erweckt.

Abonnements und Einzelkarten gibt es am einfachsten im Internet unter abo@theater-duisburg.de beziehungsweise karten@theater-duisburg.de. Der zweite Teil unserer kleinen Vorschau folgt.