Duisburg: PCC nimmt Anlage für Siziliummetall in Island in Betrieb

Homberger Chemiekonzern : PCC nimmt Anlage für Siziliummetall in Island in Betrieb

Der Homberger Chemiekonzern PCC investiert 265 Millionen Euro für eine neue Anlage auf Island. Das Quarzit kommt aus einem firmeneigenen Steinbruch in Polen. Das Unternehmen ist weltweit in 18 Ländern präsent.

Abgelegener geht es kaum: Der in Homberg ansässige Chemiekonzern PCC SE hat im Norden Islands eine hochmoderne Siliziummetall-Anlage errichtet und mittlerweile beide Öfen in Betrieb genommen. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 32.000 Tonnen Siliziummetall. Mit einem Investitionsvolumen von rund 265 Millionen Euro ist der Bau der Anlage die bislang größte Einzelinvestition der PCC-Gruppe, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Firmenjubiläum feiert.

Siliziummetall ist ein bedeutender industrieller Rohstoff und dient etwa zur Herstellung von Silikonen, deren Endprodukte von Dichtmassen bis Backformen im Alltag vieler Menschen eine wichtige Rolle spielen. Es ermöglicht auch hochfeste Aluminiumlegierungen etwa für die Automobilindustrie und es ist zudem in aufbereiteter Form ein Hauptrohstoff von Photovoltaik-Modulen.

„Den für die Produktion benötigten Hauptrohstoff Quarzit bezieht unsere neue Anlage vor allem aus unserem konzerneigenen Steinbruch in Polen, so besteht für den Anlagenbetrieb beim wichtigsten Rohstoff keine Abhängigkeit von Dritten“, erklärt PCC-Pressesprecherin Susanne Biskamp. „Die Stromversorgung zu 100 Prozent aus grünem Strom macht unsere Anlage zu einer der weltweit umweltfreundlichsten“, so Biskamp. Terrassenförmig angelegt ist die Anlage zudem von der nahegelegenen Kleinstadt Húsavík im Norden der Insel aus nicht zu sehen. Rund 120 Arbeitsplätze hat PCC auf dem Inselstaat geschaffen.

Der Chemiekonzern wird von der Homberger Holding aus gesteuert. Sie bestimmt länderübergreifend die Strategie, die Tochtergesellschaften vor Ort führen das operative Geschäft. Als Muttergesellschaft hält die PCC SE mittel- und unmittelbar Beteiligungen an insgesamt 80 Unternehmen im In- und Ausland. Der Konzern ist mit 40 Standorten in 18 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit über 3400 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz 2017 betrug 683,2 Millionen Euro.

(-er)
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