Mutmaßlicher Automatensprenger Häftling in Duisburg flüchtet aus Gerichtsgebäude

Duisburg · Im Amtsgericht in Duisburg-Hamborn ist nach Angaben des Justizministeriums in der vergangenen Woche ein Häftling entwischt. Wegen Renovierungsarbeiten wurde dort eine andere Zelle benutzt, die Tür war nicht abgeschlossen. Mittlerweile wurde der Mann wieder geschnappt.

Das Gerichtsgebäude in Duisburg-Hamborn

Das Gerichtsgebäude in Duisburg-Hamborn

Foto: Probst, Andreas (apr)

Einem mutmaßlichen Geldautomatensprenger ist die Flucht aus dem Amtsgericht Duisburg-Hamborn gelungen. Das hat das NRW-Justizministerium dem Landtag in Düsseldorf mitgeteilt. Der Mann war für eine Zeugenaussage in einem anderen Verfahren aus dem Gefängnis in Heinsberg nach Duisburg gebracht worden. Dort gelang ihm die Flucht vermutlich, weil die Tür einer Vorführzelle unverschlossen gewesen sei.

Dies sei ersten Erkenntnissen zufolge Reparatur- und Renovierungsarbeiten geschuldet, berichtete der Präsident des Düsseldorfer Oberlandesgerichts. Wegen der Arbeiten habe man eine Zelle benutzt, die sonst nicht genutzt werde. Eine der Türen dieser Zelle sei nicht abgeschlossen gewesen. Sie habe in den Innenhof des Gerichts geführt.

Wegen der Renovierungsarbeiten sei der Innenhof zudem nicht wie üblich mit einem Gitter gesichert gewesen. Die Flucht sei dem Untersuchungshäftling am vergangenen Freitag gelungen. An diesem Dienstag sei er aber gefasst und wieder hinter Gitter gebracht worden. Das Landgericht in Duisburg prüfe wegen der unverschlossenen Tür Maßnahmen der Dienstaufsicht.

(dpa/atrie)
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