Duisburg: Neufundländer in ihrem Element

Hundewettbewerb : Neufundländer in ihrem Element

Die großen Hunde leisten ganze Arbeit im Wasser. Beim Wolfsseecup haben sie ihr Können gezeigt.

Am Wochenende fand der Wolfsseecup, der von der Neufundländer Wasserarbeitsgruppe NRW ausgerichtet wird, statt. Hundebesitzer und Zuschauer fanden sich zusammen, um Neufundländern, aber auch anderen Hunden bei ihrer Wasserarbeit zuzugucken. „Die Teilnehmer sind aus dem In- und Ausland“, erzählt Angelika Hundenborn (55), Prüfungsleiterin.

Insgesamt gibt es vier Diplome, die erreicht werden können. „Man kann jeweils zwei Diplome machen, oder wenn man es nicht geschafft hat, am nächsten Tag wiederholen“, erklärt Hundenborn. Mit dem einfachsten, dem A-Diplom, fängt es an und steigert sich dann bis zum D-Diplom. „Es gibt zwei Landübungen und drei Übungen im Wasser“, erläutert sie. Die Aufgaben der Diplome variieren, manche prüfen die Leinenführigkeit, in anderen müssen die Hunde vom 25 Meter entfernten Land aus ins Wasser rennen und einen Ertrinkenden retten – beziehungsweise jemanden, der ihnen einen solchen vorspielt.

Auch Hundenborn selber trat früher mit ihrem Landseer Chopper (11) an. „Chopper ist jetzt in Rente“, erzählt sie. Bis zum achten Lebensjahr sind die meisten noch aktiv, danach legen sie sich zur Ruhe.

Nicht nur die Vierbeiner genießen den Wassersport: „Mit den Hunden im Wasser: Es gibt nichts Schöneres, als mit ihnen auf Augenhöhe zu arbeiten“, erzählt Nicole Haberer-Diedrichs, Mitgründerin des Vereins.

Für Neufundländer Franzi und Besitzerin Franziska Kirchberg (54) geht es gleich los. „Ich bin nervös und habe Prüfungsangst“, sagt sie. Nach der Prüfung wird Franzi gefönt, in ein Handtuch gewickelt und darf sich erstmal entspannen. „Die Wasserarbeit war gut, da hat sie alles richtig gemacht“, erzählt die Besitzerin. Zusammen mit ihrem Mann Ernst (63) und den beiden Leonbergern Franzi und Beccy sind die vier dieses Wochenende aus Köln mit dem Wohnwagen angereist. „Es gibt einen Spruch: Einmal Neufundländer, immer Neufundländer. Bei uns ist es so“, sagt Ernst Kirchberg.

Nicht nur die Bindung zwischen Hund und Herrchen wird durch die Wasserarbeit gestärkt: „Man knüpft Freundschaften“, sagt Branca Meier (44), die mit drei menschlichen Freunden und zwei Leonbergern das Event besucht.

Neufundländer sind alles andere als wasserscheu. Im Gegenteil: Sie eignen sich hervorragend als Rettungshunde. Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Die Gruppe ist dieses Jahr nur zum Gucken des Wettbewerbs gekommen. „Sind alle wasseraffin und haben Spaß an der Arbeit“, sagt Meier. Die Temperaturen steigen von Stunde zu Stunde: „Es geht noch, ohne die Wasserarbeit wäre es aber schrecklich“, sagt Angelika Hundenborn.

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