Duisburg: Neues Wandkunstwerk fürs Schifffahrtsmuseum

Arbeit fürs Schifffahrtsmuseum : Ruhrort-Mosaik auf der Zielgeraden

Im Binnenschifffahrtsmuseum wird am 5. Mai ein außergewöhnliches Wandbild enthüllt.

Am Sonntag, dem 5. Mai, ist es soweit: Dann wird im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Ruhrort ein großes Wand-Mosaik enthüllt. Entstanden ist das Kunstwerk unter der Leitung von Fotograf und Filmer Frank-M. Fischer (Idee und Dokumentation), der Museumsmitarbeiterin Gaby Krützberg (Idee und Koordination) sowie dem Bildhauer Mohamad Alnatour (künstlerische Realisation) in rund fünfmonatiger Arbeit. Mitgemacht an dem außergewöhnlichen Kunstprojekt hätten insgesamt etwa 100 Teilnehmer, wie Fischer und Krützberg im Gespräch mit dieser Zeitung berichteten. „Beteiligt daran waren Mädchen und Jungen, Frauen und Männer, Deutsche und Nichtdeutsche, alle im Alter zwischen sechs und 80 Jahren.“

Anfang April fand der letzte von insgesamt fünf Mosaik-Workshops im Binnenschifffahrtsmuseum statt. Gearbeitet wurde während dieser Zeit vorwiegend auf der „Hermann“, einem nachgebauten Binnenschiff im ehemaligen Damenbad des heutigen Museums. Nun fügt der aus Syrien stammende Alnatour die fertigen Einzelmosaike, die nach Fotovorlagen aus verschiedenfarbigen Natursteinen von den Teilnehmern zusammengesetzt wurden, in seinem Atelier zu einem großen Ganzen zusammen. „Auf diese Weise entsteht eine 15 Quadratmeter große und über 500 Kilogramm schwere Wandarbeit, die ihren dauerhaften Platz an der bislang kahlen Museumswand in der Halle, wo die Tjalk steht, haben wird“, so Fischer.

Angefangen hatte alles mit einem gemeinsamen Kennenlernen des Leitungsteams auf dem Duisburger Platzhirsch-Festival 2017. Das hatte zur Folge, dass im Sommer des Folgejahres ein Kinderworkshop zu Mosaikarbeiten im Binnenschifffahrtsmuseum stattfand, der außerordentlich gut besucht und äußerst erfolgreich war. Das brachten Fischer und Krützberg auf die Idee, über das jetzige Kunstprojekt nachzudenken und es zusammen mit Alnatour zu entwickeln. Unterstützung erfuhr das Workshop-Projekt durch die Kulturbetriebe Duisburg, die GEBAG sowie die Firmen Bauen + Leben, Mosa Fliesen und Pull-im-ex Naturstein. Da das Wand-Mosaik ausschließlich Motive aus Ruhrort abbildet, darunter die Oscar Huber, die Friedrich-Ebert-Brücke, den Poseidon und die Rheinorange, heißt das Kunstwerk auch „Ruhrort-Mosaik“. „Trotz der vielen Arbeit hat das Projekt unglaublichen Spaß gemacht. Beeindruckend war es zu beobachten, mit wie viel Elan und Engagement die Teilnehmer bei der Sache waren und welch große Hilfsbereitschaft sie untereinander zeigten“, resümierten Fischer und Krützberg. Für manch einen Teilnehmer grenzte der Workshop schon fast an „Meditation“, wie es Sevcihan Altuntas formulierte, „weil die Steine in Sachen Farbe, Form und Größe sehr akribisch ausgesucht und aufgelegt sowie anschließend mit Holzleim angeklebt werden mussten.“

Die Abschlussveranstaltung mit der Enthüllung der Wandarbeit ist am Sonntag, 5. Mai, um 12 Uhr. Der Eintritt dafür ist frei.

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