Duisburg: Neues Straßenverkehrsamt kommt 2021

Führerschein, Zulassung und Co. : Verkehrsamt-Neubau kommt 2021

In den kommenden Wochen soll die Online-Terminvergabe im Straßenverkehrsamt an den Start gehen. Damit will die Verwaltung das Besucheraufkommen entzerren. Der Neubau in Neumühl soll Ende 2021 fertig werden.

Geht es nach Paul Bischof, Dezernent für Sicherheit und Recht, werden die Probleme im Straßenverkehrsamt schon bald der Vergangenheit angehören. In den kommenden Wochen soll das Online-Terminvergabesystem an den Start gehen. Das erklärte Bischof im Gespräch mit unserer Redaktion.

In den vergangenen Wochen mehrten sich wieder die Leserbriefe mit Beschwerden über die Zustände im Straßenverkehrsamt. „Die getroffenen Maßnahmen scheinen bis heute für keinerlei positive Veränderung gesorgt zu haben“, schrieb zum Beispiel Leser Stefan Koblenz. Der Wartebereich ist weiterhin maßlos überfüllt, die Stimmung vor Ort ist nach wie vor äußerst angespannt.“ Koblenz berichtete von einer viele Stunden dauernden Odyssee, die er durchlaufen musste, um seinen Führerschein zu beantragen. „Die gesamte Vorgehensweise scheint extrem ineffektiv zu sein.“

Es sind Vorwürfe, die Paul Bischof zum Teil verstehen kann, die er aber so nicht stehen lassen möchte. „Seit der Hochzeit unserer Probleme im vergangenen Herbst hat sich schon sehr viel getan“, sagt der Dezernent. „Damals gab es eine Ausnahmesituation. Uns fehlten rund sechs Stellen, außerdem kamen Krankheitsfälle dazu. Deshalb waren wir dazu gezwungen, die Zahl der Wartemarken zu begrenzen und schon morgens auszugeben. Das ist heute nicht mehr nötig.“ Die Stadt habe reagiert. Die sechs offenen Stellen seien mittlerweile besetzt – mit Personal, das eigens auf diesen Stellen ausgebildet wurde. „Wir können heute wieder rund 400 Kunden am Tag abfertigen“, sagt Bischof.

Dass Leser Koblenz so lange warten musste, könnte am Freitag gelegen haben. Denn an diesem Tag sei es im Amt immer besonders voll. „Neben den Antragsstellern kommen dann auch noch die Personen dazu, die ihre Führerscheine umschreiben lassen wollen“, erklärt der Dezernent. Aber auch diese Vorgänge schaffe sein Amt mittlerweile so gut wie alle.

Ein großes Problem sei, dass es sich bei den Kunden mittlerweile eingespielt habe, zur Öffnung des Straßenverkehrsamts vor Ort zu sein. „Sie können sich vorstellen, wenn da 300 Leute auf einmal kommen, dann dauert die Abfertigung nun mal.“ Seine Botschaft lautet daher: „Kommen Sie ruhig später. Wir sind mittlerweile so gut aufgestellt, dass wir auch gegen Mittag noch Wartemarken ausgeben können.“

Besser werden soll alles mit dem Online-Terminsystem, das in den nächsten Wochen an den Start gehen soll. „Da habe ich schon bei meiner vorherigen Station in Herford gute Erfahrungen mit gemacht“, sagt Bischof. „Da stand das Straßenverkehrsamt auch unter meiner Verantwortung.“ Durch die Online-Terminvergabe lasse sich das Besucheraufkommen deutlich besser steuern. Außerdem ließen sich auch verwaltungsinterne Abläufe deutlich besser planen, wenn das erwartete Arbeitspensum absehbar sei. „Die Erfahrung zeigt, dass sich die Wartezeiten dadurch deutlich reduzieren lassen.“

Eine weitere frohe Botschaft hat der Dezernent hinsichtlich des geplanten Neubaus des Straßenverkehsamtes in Neumühl im Gepäck. „Nachdem schon lange daran herumgeplant wird, haben wir nun ein etwas konkreteres Ziel ins Auge gefasst. Wenn alles klappt wie es soll, könnte das neue Amt Ende 2021 öffnen“, sagt Bischof. Mit dem Neubau soll dann neben dem Zeit- auch das Raumproblem des Amtes gelöst werden. „Wir planen es so, dass die Leute nicht so beengt warten müssen, wie es heute der Fall ist.“

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