1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Neue Ausstellung im Kunstraum von Zahnarzt Barthelmie

Tageszeiten auf Papier : Ausstellung im Kunstraum von Zahnarzt Barthelmie

Der Duisburger Zahnarzt Manhardt Barthelmie zeigt in seinem Kunstraum im Mercatorhaus an der Königstraße 61 Farbzeichnungen von 14 bekannten und weniger bekannten Künstlern der Gegenwart.

Ende des vergangenen Jahres, das uns angesichts der Corona-Pandemie weit entfernt erscheint, zeigte der Zahnarzt und ambitionierte Kunstsammler Manhardt Barthelmie in seinem Kunstraum im Mercatorhaus (Königstraße 61, Nähe Hauptbahnhof), Werke von 16 Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts, die ausschließlich mit Bleistift, Tusche oder Kohle arbeiteten. Zu sehen waren da faszinierende schwarzweiße Werke, die nur mit Linien, Strichen und Punkten zur Vollendung gebracht wurden. An diese Ausstellung knüpft Barthelmie nun an. Diesmal hat er Arbeiten von 14 Künstlern ausgewählt, die auf unterschiedliche Weise Farben einsetzen. „On Paper – on Colour“ heißt die aktuelle Schau, die ab sofort und noch bis zum 28. August bei freiem Eintritt zu den Öffnungszeiten der Praxis besichtigt werden kann.

Wie auch schon bei der Vorgängerausstellung zeigt Barthelmie Arbeiten, die trotz aller Unterschiedlichkeit der verwendeten Techniken eines gemeinsam haben: Sie wirken auf faszinierende Weise kontemplativ. Zu sehen sind keine Farbexplosionen, keine grell-schreienden Formationen, sondern „stille“, aber beharrlich erscheinende Kompositionen. Vordergründig gegenständliche Arbeiten gehören nicht zu Barthelmies Auswahl, allerdings finden sich Werke, die trotz aller Abstraktion auf Konkretes zielen. So beispielsweise Ulrich Erbens vier Farbfeldarbeiten, die den Titel „Tageszeiten“ tragen. Gotthard Graubner nennt seine plastisch wirkende Zeichnung aus dem Jahr 1971 „Aus dem Buch Mose“. Richard Serra, der als Bildhauer international bekannt ist, beweist, dass er auch als Zeichner Beachtung verdient. Zu den Künstlern, die besonders auffallen, gehört auch der südkoreanische Minimalist Lee Ufan, der in der Vorgängerausstellung mit einer Arbeit vertreten war, bei der nur eine einzige Markierung auf einem weißen Blatt genügte, um eine eigentümliche Spannung zu erzeugen. Diesmal kommt bei Lee Ufan Farbe hinzu: Spröde, aber fesselnd.

Als Ganzes macht die Ausstellung mit Künstlern bekannt, die neben Ölfarben auch Acrylfarben, alle Formen von Bunt- und Pastellstiften, Kreiden, Kohle und andere moderne Farbtechniken verwenden. An den Werken kann man die Bandbreite seit den 50er Jahren bis heute im Umgang mit Farbmalerei bis hin zu Drucktechniken sehen.

Infos unter www.dr-barthelmie.de oder Tel. 0203 93420025.