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Duisburg: Nach dem Abriss der Cölve-Brücke fährt die RB 31 ab 15. 11. wieder

Nach dem Abriss der Cölve-Brücke : RB 31 fährt wie geplant ab Montag wieder

Im Dezember gibt es aber wieder tagelangen Ersatzverkehr mit Bussen. Auf einen Neubau oder eine Behelfsbrücke müssen die Anwohner weiter warten.

Die Oberleitungen der Bahn im Bereich der Cölve-Brücke werden zurzeit wieder hergestellt. Auch am Mittwoch waren Fachleute weiter damit befasst, die Bahnstrecke wieder befahrbar zu machen. Die Gleise selbst sind nach dem Abriss der Brücke wieder frei – trotzdem fährt die RB 31 noch nicht. Dabei sind die mit Diesel betriebenen Züge der Nordwestbahn eigentlich gar nicht auf elektrische Oberleitungen angewiesen.

 „Es bleibt dabei: Die RB 31 fährt wieder ab Montag, 15. November“, bestätigte Nordwestbahn-Sprecher Steffen Högemann auf Anfrage unserer Redaktion. Erst dann werde die Deutsche Bahn die Strecke wieder freigeben. 

„Die Reparatur der Oberleitung bei laufendem Fahrbetrieb ist nicht möglich, das wäre viel zu gefährlich. Da die Gleise aber zu den wichtigsten Güterzugstrecken der Region gehören, müssen die Oberleitungen jetzt erst instandgesetzt werden“, so der Nordwestbahn-Sprecher.

Also geht es am 15. November mit dem normalen Fahrplan wieder weiter – aber nicht allzu lange: Aufgrund von Schwellenauswechselungen muss der Fahrplan vom 20. bis 23. Dezember angepasst werden, teilt das Verkehrsunternehmen mit. Der Streckenabschnitt zwischen Duisburg Hauptbahnhof und Moers werde dann per Schienenersatzverkehr mit Bussen bedient.

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Mit dem Abriss der Brücke und der Wiederaufnahme des Zugverkehr ist für die Anwohner in Trompet und Umgebung ihr grundsätzliches Problem nach wie vor ungelöst. Der Ruf nach einer sofortigen Behelfsbrücke ist nach wie vor nicht verstummt.

Anwohner, Besucher des Trompeter Friedhofs oder Menschen, die aus Richtung Moers kommend zum Toeppersee wollen, müssen Umwege in Kauf nehmen. Insbesondere die Busse und Rettungsfahrzeuge, die sich durch enge Wohnstraßen schlängeln müssen, haben ohne die Brücke so ihre Probleme.

Die Stadt Duisburg plant bereits einen Brückenneubau, kann aber formal erst tätig werden, wenn die Gebietsübertragung vollzogen ist. Dieser muss der Kreistag in Wesel allerdings erst im Dezember noch zustimmen. Dies gilt zwar als sicher, wird aber sicher nicht zu einer Beschleunigung beitragen. Eine Behelfsbrücke, so die Stadt Duisburg, dauere in der Planung eben so lange wie eine neue Brücke.

(mtm)