Duisburg: Mord-Verdächtiger im Fall Café Vivo überführt

Fall Café Vivo: Mord-Verdächtiger nach Duisburg überführt

Ein 29-Jähriger soll am 3. Mai 2017 die Geschäftsführerin des Café Vivo erschossen haben. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Der Tatverdächtige im Mordfall „Café Vivo“ sitzt nun in Duisburg in Haft – und das seit einigen Wochen. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage. Der 29-Jährige soll am 3. Mai 2017 die Geschäftsführerin des Gastronomiebetriebs am Innenhafen erschossen haben. Es laufen Ermittlungen, ob dem Mann noch weitere Gewaltdelikte angelastet werden können, die er möglicherweise im Ausland begangen hat.

„Der Tatverdächtige war zuvor lange als Globetrotter auf vielen Kontinenten unterwegs. Das Bundeskriminalamt hat Kontakt mit vergleichbaren Behörden in jenen Ländern aufgenommen, von denen wir wissen, dass der Mann dort war“, erklärte Duisburgs Polizeisprecher Ramon van der Maat. So würden derzeit Informationen aus Portugal und einigen Ländern Südamerikas angefordert. Überprüft werden offene Fälle, in denen ein Täter gewalttätig gegen Frauen wurde.

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Der Täter hatte beim Tötungsdelikt im Mai 2017 DNA-Spuren im Duisburger „Café Vivo“ zurückgelassen. Eine erste Überprüfung in der Datenbank brachte keinen Treffer. Dann fiel der Mann allerdings durch einen Eisenstangenangriff auf eine 64-Jährige in Berlin im November 2017 sowie eine Messerattacke auf einen Ladendetektiv im vergangenen Januar ebenfalls in Berlin auf. Nach letzterer Tat konnte der Mann festgenommen werden. Ein DNA-Abgleich zeigte, dass er auch der Täter vom Duisburger Innenhafen war.

(RPN)