Duisburger Kurzfilm-Festival Renommierter Filmemacher gewinnt Lisaluna

Duisburg · Michael Klöfkorn wurde ausgezeichnet. Das diesmal selbst prämierte Duisburger Kurzfilm-Festival fand zum vierten Mal statt.

 Die Lisaluna-Macherinnen (v.l.) Christina Böckler, Luise Hoyer und Elisabeth Höller an dem außergewöhnlichen Veranstaltungsort.

Die Lisaluna-Macherinnen (v.l.) Christina Böckler, Luise Hoyer und Elisabeth Höller an dem außergewöhnlichen Veranstaltungsort.

Foto: Olaf Reifegerste

Der Filmemacher Michel Klöfkorn ist seit Samstagabend Preisträger des Duisburger Kurzfilm-Festivals Lisaluna 2019. Das von den Duisburger Künstlerinnen Christina Böckler, Elisabeth Höller und Luise Hoyer 2016 ins Leben gerufene Filmfestival für Kurz- und Ganzkurzfilme von Künstlern aus Duisburg und Umgebung ist dieses Jahr vom Internationalen Kurzfilmtag für sein kreatives Veranstaltungskonzept selbst ausgezeichnet worden (die RP berichtete).

Der durch Losverfahren diesjährig prämierte Film „S&G Schwan-k“ ist von seiner Machart her ein besonders außergewöhnlicher Animations- und Experimentalfilm, in dessen Mittelpunkt ein Schwan steht. Sein Macher, Klöfkorn, studierte von 1989 bis 1997 Film und Bühnenbild an der Kunsthochschule für Gestaltung in Offenbach. Sein Lehrer dort war kein geringerer als der „Vater des deutschen Undergroundfilms“ Helmut Herbst. In den 1990er-Jahren drehte Klöfkorn vor allem Musikvideos, darunter für Jan Delay, Blaze, Alter Ego und Wir sind Helden.

Auf dem diesjährigen Lisaluna-Festival zeigten 28 Filmemacher insgesamt 29 Kurzfilmstreifen – so viele wie nie zuvor. Neu in diesem Jahr war auch, dass die hinter dem kleinen Kellerraum liegende Krypta in St. Joseph als zweiter Veranstaltungsort diente. So konnten diesmal mehr als nur 25 offiziell zugelassene Zuschauer die Filme verfolgen. Dort gab es aber nicht nur Filmvorführungen, sondern es fand auch noch eine kurzweilig vorgetragene Live-Performance mit der Tänzerin Julia Kannewischer statt. Außerdem wurden hier die Preisverleihungen vorgenommen, denn es gab diesmal zwei Auszeichnungen.

Neben der Lisaluna gab es nämlich erstmals auch einen Sonderpreis der Kuratorinnen: „Damit wollen wir einem Film unseren besonderen Respekt und unsere besondere Hochachtung zukommen lassen“, sagte Christina Böckler. Prämiert wurde der Film „Dancing“ von Lisa Domin und ihrem Team, das aus Frauen besteht, die in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen inhaftiert sind.

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