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Duisburg: Mercatorbeach sorgt für Strandgefühle

Mercatorbeach kommt gut an : Strandurlaub mitten in der City

In der Nähe des Rathauses, wo das Mercator-Quartier gebaut werden soll, wurden 500 Tonnen Sand aufgeschüttet und gastronomische Angebote geschaffen. Der Mercatorbeach, der noch bis zum 2. September bleibt, kommt gut an.

Die Zehen graben sich in den feinen, warmen Sand. In der Hand ein kalter Cocktail. Von Ferne glaubt man das Meer rauschen zu hören und eine leichte, karibische Melodie hüllt das ganze Ensemble in eine entspannte und wunderbar träge Atmosphäre. Fußball WM? Sie scheint ganz weit weg. Es ist ein sonniger, heißer Samstagnachmittag. Schatten spenden die kleinen Palmen und Sonnenschirme, um die sich Liegestühle und Strandkörbe verteilen. Voll ist es noch nicht. Nur vereinzelt haben sich ein paar Wenige in die Nachmittagshitze getraut. „Gegen Abend wird es voller“, versichert mir das Team an der kleinen, aber üppig ausgestatteten Bar. „Auch unter der Woche kommen viele nach dem Feierabend hier her und lassen den Abend mit einem Caipirinha ausklingen.“

Aber wo ist nun dieser Ort? Auf einer Insel in der Karibik? Hawaii? Falsch. Der „Mercatorbeach“ befindet sich auf dem Gelände des zukünftigen Mercartorviertels, mitten zwischen Innenstadt und Innenhafen. Gegenüber vom Rathaus und fußläufig zur Königstraße, hat die Gebag zum zweiten Mal circa 500 Tonnen Sand zu einem Stadtstrand aufschütten lassen.

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Zugegeben, es braucht ein wenig Phantasie, um aus dem Verkehr, der über die Gutenbergstraße vorbeifließt, das Meer herauszuhören. Nichtsdestotrotz lädt das Gelände auf der Mercartorbrache zum Verweilen ein. Bis zum 2. September hat der Mercartorbeach täglich von 12 bis 22 Uhr geöffnet. „Manche Leute kommen jeden Tag hierher“, sagt Fabian Michalzik. Er betreibt mit seiner Firma Bro&Co die Bar auf dem kleinen Stadtstrand. „Das Ganze wird super angenommen. Selbst unter der Woche ist es regelmäßig voll und die Stimmung ist super.“ Zusammen mit seinen Kollegen kümmert sich Michalzik um das leibliche Wohl der Gäste. Von frisch zubereiteten Cocktails bis zu kleinen Snacks, die zum Platz gebracht werden. Auf dem kleinen Streifen Sand mitten in der Stadt kann man es sich wahrlich gut gehen lassen. Manche der Gäste kommen extra für den Beach nach Duisburg. „Wir haben im Internet hier von gelesen und wollten uns das Ganze mal ansehen“, sagt ein Pärchen aus Moers. „Die Atmosphäre ist wirklich toll. Eine kleine Ruheoase in der Stadt.“

Der Fußballwetlmeisterschaft kann sich aber auch der Mercatorbeach nicht ganz verschließen. Die Halbfinals und das Finale werden selbstverständlich gezeigt. „Das gehört zum Sommer dann doch dazu“, sagt Michalzik lachend. Im nächsten Jahr wird es den kleinen Stadtstrand in dieser Form wohl nicht mehr geben. Bald sollen die Bauarbeiten für das neue Mercartorviertel beginnen. Ob es an anderer Stelle vielleicht wieder etwas Ähnliches geben wird ist noch unklar.

Aber bis zum Ende des Mercartorbeaches sind es schließlich noch ein paar Wochen. Und in dieser Zeit heißt es dann einfach nur, genießen. Genießen, wie gegen Abend die seichte Beleuchtung aufglimmt und den Strand in buntes Licht taucht. Genießen wie die flirrende Hitze langsam abkühlt, während der Sand zwischen den Zehen noch eine Weile weiter Wärme abgibt. Genießen, wie das wohlverdiente Feierabendbier den Durst löscht und genießen, wie man das Finale der Fußball-WM völlig unbeteiligt an sich vorbeiziehen lassen kann. Naja, vielleicht möchte man Letzteres nicht ganz so genießen.