Duisburg: Mercator One am Hauptbahnhof feiert Richtfest

Neubau am Hauptbahnhof : „Mercator One ist ein Signal“

Der Rohbau von „Mercator One“ am Hauptbahnhof ist so gut wie abgeschlossen. Beim Richtfest gibt Investor Toeller den Oktober 2020 als Eröffnungstermin an. Außerdem hat er wohl noch weitere Pläne für Duisburg.

Das erste Großprojekt ist noch nicht einmal abgeschlossen, da denkt Fressnapf-Gründer und Investor Torsten Toeller schon über den nächsten Bau in Duisburg nach. Er spiele mit dem Gedanken, die Firmenzentrale seines Unternehmens in die Stadt zu verlegen, sagt Toeller am Rande des Richtfests seines Bürokomplexes „Mercator One“ am Hauptbahnhof. Attraktive Flächen gebe es in Duisburg ja genug. „Zum Beispiel auf der Duisburger Freiheit oder in Wedau. Aber das ist das nächste Projekt. Erst einmal haben wir hier etwas zu feiern.“

Als er das sagt, steht der Investor vor dem beinahe fertiggestellten Rohbau am Portsmouthplatz. Die prominenten Gäste des Richtfestes in Person von Oberbürgermeister Sören Link und Stararchitekt Hadi Teherani haben Toeller eben noch für die reibungslose Zusammenarbeit und seinen unternehmerischen Mut gelobt. Link nannte „Mercator One“ „mehr als ein Projekt.“ Die gesamte Realisierung von der Ausschreibung über die Planungsphase bis hin zu zeitlichen Umsetzung sei ein wichtiges Signal für Investoren. Das Projekt bringe Bewegung in den Markt. Dabei hob Link besonders den Mut Toellers hervor, des „positiv Verrückten“, der sich getraut habe, den 40-Millionen-Euro-Bau ohne Vorvermietungsquote umzusetzen.

Bezugsfertig soll Mercator One laut Toeller im Oktober 2020 sein – vorausgesetzt das Wetter im Winter spielt mit. Bis dahin ist auf dem 2000 Quadratmeter großen Grundstück am Hauptbahnhof noch jede Menge zu tun. Der sechsetagige Rohbau mit Platz für rund 10.000 Quadratmeter Gastronomie-, Büro- und Geschäftsflächen ist zwar so gut wie fertig, doch von der fast 8000 Quadratmeter großen Glasfassade ist noch nicht viel zu sehen. Und wenn die fertig ist, steht auch noch der Innenausbau an. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, soll das von Teherani entworfene Gebäude dem Portsmouthplatz mit seinen sechs auskragenden Etagen und seiner schimmernden Hülle Rahmen und Halt geben.

„Dieses Richtfest ist jetzt der Startschuss für unsere Vermarktung“, sagt Toeller. „Wir wollen jetzt so richtig loslegen und Mieter überzeugen. Wir haben so lange gewartet, weil die potenziellen Interessenten ja auch schon etwas von der modernen Ausstattung sehen sollten.“

Bernward Schmitz (von links), Sören Link, Hadi Teherani, Torsten Toeller und der Polier beim Richtfest. Foto: Harpers/Tim Harpers

Der Quadratmeterpreis für die Büroflächen wird zwischen 15 und 16,50 Euro liegen. Neben der Spardabank, die einen Teil des Erdgeschosses beziehen wird, wird unter anderem ein Schweizer Bahnunternehmen einziehen. „Wir sind auch mit anderen Interessenten schon relativ weit, aber da ist noch nichts unterschrieben, deshalb werde ich keine Namen nennen“, sagt Toeller. Darüber hinaus sei man in Gesprächen mit vier bis sechs Gastronomen, die sich für die beiden Gastroflächen im Erdgeschoss interessierten – darunter seien sowohl bekannte Ketten als auch Einzelgastronomen aus der Region.

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