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Duisburg: Mercaotor One ist auf der Suche nach einem Gastronomiebetrieb

Großprojekt in Duisburg : Mercator One sucht einen Gastronomen

Bei einer „virtuellen Investorenrundfahrt“ haben Entwickler Großprojekte in Duisburg vorgestellt. Das Mercator One-Gebäude wird im September fertig, in Ruhrort entsteht am Vinckekanal ein 28 Millionen Euro teurer Bürobau.

Investorenrundfahrten zu den großen Entwicklungsflächen in der Stadt hat es schon öfter gegeben – virtuelle aus Corona-Gründen noch nicht. Auf die „Top 10“-Projekte in Duisburg wollten die Stadt und die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW) dabei aufmerksam machen. Dabei ging es um Bekanntes, aber auch um einige Neuplanungen. Hier einige Beispiele:

Mercator One Das markante, von Star-Architekt Hadi Teherani konzipierte Gebäude auf dem Portsmouthplatz werde im September fertig, wie Stefan Brimmers von der Devario Invest GmbH erläuterte. Die auf 5,5 Etagen verteilten Büroflächen (8500 Quadratmeter) sowie für Gastronomie und Handel (1200 Quadratmeter) im Erdgeschoss würden auch nach Fertigstellung im September im Bestand der Eigentümer Manuela und Torsten Toeller von der Tiernahrungskette „Fressnapf“ bleiben. Elmar Hammerschmidt, Geschäftsführer von Landguard Immobilien, erläuterte, dass rund 60 Prozent der Flächen vermietet seien. In allen Fällen handelt es sich um Unternehmen, die innerhalb von Duisburg umziehen. So verlegt wie berichtet die Sparda-Bank ihre Filiale am Ostausgang des Hauptbahnhofs in das neue Gebäude. Dazu kommt die SBB Cargo, die derzeit an der Schifferstraße im Innenhafen beheimatet ist. Dritter im Bunde ist der Gesundheitsdienstleister Sanvartis, der im Businesspark Asterlagen residiert. Vor Corona, so Hammerschmidt, habe es auch einen Interessenten für die Gastronomiefläche gegeben, nun aber nicht mehr. Man wolle bei der Vermarktung dieser Fläche nun einige Monate ins Land gehen lassen. „Es ist momentan einfach nicht die Zeit, dieses Thema zu pushen“, so der Immobilienexperte. Wirtschaftsdezernent Andree Haack verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass angesichts der Lage und des attraktiven Umfelds am Portsmouthplatz und der neu gestalteten Friedrich-Wilhelm-Straße zu einem Boulevard sich schnell ein neuer Interessent für die Gastronomieflächen finden ließe.

Für den Platz um die sichelförmige Treppe im Innenhafen soll es bald eine Neuausschreibung geben. Foto: Screenshots/Screenshot

August-Hirsch-Straße 4 Das ist der Arbeitstitel für eine geplante dreiteilige Immobilie am Vinckekanal. An dieser Stelle sollte einst mit dem „Port Tower“ ein Büro-Hochhaus entstehen, doch durch eine Kostenexplosion und die schwere Erkrankung des Investors platzte dieser Traum. Nun übernimmt der Duisburger Hafen die Entwicklung. Hafen-Vorstand Thomas Schlipköther stellte die Pläne für den dreiteiligen Bau mit einer Bruttogeschossfläche von rund 15.000 Quadratmetern und einem Investment von 28 Millionen Euro vor. „Der Bauplatz liegt wie eine Karieslücke im Gebiss gegenüber der duisport-Hauptverwaltung. Deshalb waren wir immer schon an einer Entwicklung dort interessiert“, so Schlipköther. Bis Ende des Jahres werde man dafür einen Bauantrag stellen. Die Bürogebäude seien vor allem auch für Logistiker interessant. Der mittlere Baukörper sollte für ein Boardinghouse genutzt werden, einer Art Beherbergungsbetrieb für Langzeitnutzung. Doch daraus wurde angesichts der Corona-Pandemie zunächst nichts. An dieser Stelle seien für die Bürogebäude Mieten um zwölf Euro pro Quadratmeter realistisch, so der Hafenvorstand, der auch eine Aufwertung der Mercatorinsel versprach.