Duisburg: Mehr als 60 Künstler beim Kunstmarkt in der Cubus Kunsthalle

Sehenswerte Ausstellung : Künstlerische Positionen zum Kaufen

Über 60 Künstlerinnen und Künstler beim Kunstmarkt anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Cubus Kunsthalle am Kantpark in der Innenstadt.

Auch in diesem Jahr bietet die Cubus Kunsthalle, die vor 25 Jahren im Kantpark eine Heimat gefunden hat, wieder der Duisburger Künstlerschaft und Künstlern aus den Nachbarregionen ein Forum, ihre aktuellen Arbeiten parallel zum Duisburger Weihnachtsmarkt einem breiten Publikum vorzustellen. Diesmal sind sogar alle Räume mit Kunst in Beschlag genommen, zum einen, weil mit 64 Künstlerinnen und Künstlern so viele am diesjährigen Kunstmarkt teilnehmen wie noch nie zuvor, zum anderen, weil es eine eindrucksvolle Dokumentation über 25 Jahre Cubus Kunsthalle zu besichtigen gibt.

Der Kunstmarkt, der sich über beide Etagen zieht, bietet Werke der Gattungen Malerei, Grafik, Zeichnung, Fotografie, Skulptur und Plastik, die alle an Ort und Stelle käuflich erworben werden können und zwischen 50 und 500 Euro kosten. Selbst das Schüleratelier im Erdgeschoss dient diesmal als Verkaufs- und Ausstellungsraum. Hier werden Arbeiten mehrerer Künstler zum Thema „Bienen“ präsentiert. Die zeitgeschichtliche Dokumentation von der Gründung der Cubus Kunsthalle bis heute ist dagegen im ansonsten als Veranstaltungsraum dienenden Obergeschoss untergebracht.

Der Kunstmarkt präsentiert sich in diesem Jahr äußerst ansprechend und vielseitig, fasst er beispielweise Themen, wie das von Natur, Klima und Umwelt zusammen, oder lässt er Werkschauen einzelner Künstler miteinander korrespondieren. So hat der Bildhauer Roger Löcherbach Objekte in Form von Hühnern um die Skulptur der Umweltaktivistin Greta Thunberg gebaut, die ihrerseits ein Schild mit der Aufschrift „Artsstrike for Climate“ trägt. Sigrid Neuwinger dagegen formt ausgediente Fahrradschläuche in Verbindung mit anderen Abfallprodukten durch sogenanntes Upcycling in irrwitzige Objekte.

Der Fotograf Michael Sander wiederum hat eindringliche Fotos vom untergehenden Venedig an die Wand platziert.

Zum Thema Klimawandel hat auch Ralf Lüttmann vom „ruhrKUNSTort“ fiktive Wesen gebaut, die diesen im Jahr 2050 simulieren und veranschaulichen soll. Augenzwinkernd dagegen kommen die Arbeiten seines Ruhrorter Kollegen Arno Bortz daher, der zum Beispiel ein Uralttelefon mit Licht aus den Hörern ausgestattet hat.

Friederike Huft hat eine Installation mit Sprüchen angefertigt – auf einer von ihnen steht: „Bete sich wer kann“. Katrin Roths Bilder sind „nordisch motiviert“ und mit „melancholischer Farbe“ gemalt, während Sigrid Beutings Ölbilder in mittelalter Technik hergestellt sind und zu vielfältigen Interpretationen einladen.

Viele der teilnehmenden Künstler waren auch schon auf früheren Cubus-Kunstmärkten anzutreffen. Doch immer wieder gesellen sich neue hinzu, darunter in diesem Jahr die neue Duisburg-Stipendiatin Javkhlan Ariunbold, die Mosaik-Künstlerin Miriam Bastisach, Julian Henning aus Ruhrort, der Fotograf Heinz Josef Klaßen, die Streetart-Künstlerin Gianna Reich und Corinna van Vorst.