Duisburg: Mehr als 1000 Starter beim Neujahrslauf der Kindernothilfe

Zum 60. Geburtstag der Kindernothilfe: Mehr als 1000 Starter beim Neujahrslauf

Die Veranstaltung anlässlich des 60. Geburtstages der Kindernothilfe rund um das Strandbad Wolfssee war ein Erfolg.

Auch der nasskalte Januarmorgen hielt viele Hobbyläufer nicht davon ab, sich am Samstag auf den Weg zum Strandbad Wolfssee in Wedau zu machen. Der Anlass war ein besonderer. Die in Duisburg beheimatete Kindernothilfe hatte in ihrem Jubiläumsjahr – die Hilfsorganisation gibt es nunmehr seit 60 Jahren – zum Neujahrslauf eingeladen. Am Ende freute sich Karin Weidemann, die Vorsitzende der Kindernothilfe, über rund 1100 Läufer, die ihre Runden für die gute Sache drehten. Die Anmeldegebühr ging in den Spendentopf der Organisation, die sich weltweit mit vielfältigen Projekten für Kinder in Not einsetzt.

Bevor sich das Hauptfeld auf den Weg rund um die Seen machte, waren die Kids gefragt. 20 Mädels und Jungs warteten voller Ungeduld auf den Startschuss. Ihre Runde war mit 1,5 Kilometer halb so lang wie der Kurs der Großen. „Etwas aufgeregt bin ich schon“, gestand der sechs Jahre alte Lennard kurz vor dem Start. Bei seiner sportlichen Vita war das aber gar nicht nötig. Immerhin spielt er beim VfL Rheinhausen Handball, zudem hatte er mit seiner Mutter Julia Häsler einen perfekten Coach an seiner Seite. Die Friemersheimerin drückte aber nicht nur ihrem Sohn die Daumen, sondern ging auch eine Stunde später selbst mit auf die große Runde. Eine reichte ihr allerdings dabei nicht: „Ich habe mir vorgenommen, vier Runden zu laufen.“

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Mit dabei war auch Duisburgs OB Sören Link, der mit der Vorsitzenden Karin Weidemann und Vorstandsmitglied Carsten Montag eine kleine Laufgruppe bildete. Der OB erreichte zwar nicht die Zeit des Duisburger Triathleten Florian Kaiser, der als Rundenschnellster unter zehn Minuten blieb, aber seine Zeit von 25 Minuten war für das Stadtoberhaupt ja auch nicht so schlecht. „Hat echt Spaß gemacht“, kommentierte der OB seine Neujahrslauf-Teilnahme, der genauso wie seine Laufpartnerin Karin Weidemann die gute Stimmung auf der Strecke als sehr angenehm empfunden hatte. Mit der von einer großen Duisburger Bäckerei gespendeten Brötchentüte (für jeden Teilnehmer gab es zwei „Sportler-Brötchen“) machte sich Sören Link dann auf den Heimweg. Das gemütliche Frühstück zuhause hatte er sich genauso verdient wie Julia Häsler, die tatsächlich ihre vier Runden innerhalb der festgesetzten Frist schaffte.

Top-Athlet war am Samstag der Oberhausener Benedikt Strätling, der als Einziger sechs Runden für sich verbuchen konnte. Die bogenförmige Wolfssee-Brücke wird er so schnell nicht vergessen: „Das war echt hart, der Anstieg ging am Ende ganz schön in die Beine.“

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