Duisburg-Marxloh: Haftbefehl gegen zwei Söhne beantragt

Duisburg: Bluttat in Marxloh – Haftbefehl gegen Söhne beantragt

Nach der Schießerei in Duisburg-Marxloh, bei der ein 26-jähriger Mann ums Leben gekommen ist, wurde Haftbefehl gegen die Söhne des überlebenden zweiten Opfers beantragt. Die 24 und 16 Jahre alten Brüder seien auf der Flucht, teilte die Polizei mit.

Am Sonntag ist bei der Bluttat in einer Wohnung an der Grillostraße ein Mann erschossen worden, er wies auch Stichverletzungen auf. Eine Frau (42) wurde schwer verletzt und musste notoperiert werden. Die Täter flüchteten.

Jetzt fahndet die Polizei nach den Söhnen der Frau, gegen die ein Haftbefehl wegen des Tötungsdeliktes vorliegt. Die 24 und 16 Jahre alten Brüder sind weiterhin auf der Flucht. In der Nacht zum Dienstag hatte die Polizei eine Wohnung in Duisburg-Marxloh nach den Brüdern durchsucht, wie die Ermittler nun mitteilten. Montagabend hatten die Beamten bereits den Schwelgernpark durchkämmt.

Zeugen wollten gesehen haben, wie zwei Personen nach der Bluttat aus dem Haus gerannt kamen. Eine sofort eingeleitete Großfahndung nach den Tätern war erfolglos geblieben. Die Ermittler setzten dabei rund 20 Streifenwagen und einen Hubschrauber ein.

Duisburg: Bluttat in Marxloh
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Aus dem Umfeld der Frau war zu erfahren, dass sie insgesamt acht Kinder haben soll. Eine Tochter soll in Syrien oder dem Irak gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" kämpfen. Ihre Mutter soll erst einen Tag vor der Bluttat aus der von den Kurden dominierten Stadt Batman in der Türkei nach Duisburg zurückgekehrt sein.

Der Zustand der Frau ist nach der Notoperation stabil, so die Polizei.

(lnw)