Duisburg: Markus Pieper im Auftakt zum Europa-Wahlkampf

Mittelstands- und Wirtschaftspolitische Vereinigung der CDU/-CSU: EU, Brexit und ein klares Votum für Merz

Der EU-Parlamentarier Markus Pieper war zu Gast in Duisburg. Er stimmte die Mitglieder der Duisburger MIT auf den Europawahlkampf ein. Bei einer Probeabstimmung votierten zwei Drittel der Teilnehmer für Friedrich Merz als neuen CDU-Parteivorsitzenden.

Europa ist mehr als nur die Beschäftigung mit Gurkenkrümmungsgraden, Döner-Diskussionen und Glühlampenverboten. Europa ist auch ein Garant für jahrzehntelangen Frieden, Menschenrechte, Reisefreiheit, eine einheitliche Währung und freien Handel. Markus Pieper, Europa-Spitzenkandidat der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), warb am Freitagabend beim Martinsgans-Dinner der Duisburger MIT im Café Museum leidenschaftlich für ein geeintes Europa und stimmte die Teilnehmer auf den Wahlkampf für die kommende Europawahl im Mai 2019 ein.

Für die Europäische Volkspartei (EVP), Vertretung der Christdemokraten im EU-Parlament, steht dabei viel auf dem Spiel. Ihr Spitzenkandidat Manfred Weber könnte schließlich Nachfolger von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden. Pieper warnte vor den Folgen eines möglichen Brexit und dem Erstarken extremer Kräfte in Italien, Polen und Ungarn.

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Gleichzeitig verdeutlichte er die Ziele der EVP für den Wahlkampf. Unter anderem geht es dabei um eine verstärkte EU-Förderung für die Forschung und das Erasmus-Programm, einen verbesserten EU-Außengrenzenschutz, eine neue Migrationskontrolle und eine mögliche Verteidigungsunion. Eine klare Absage erteilte Pieper der Vergemeinschaftung bei Schulden und Sozialsystemen sowie der Haftung für Spareinlagen. Pieper verteidigte die bisherige Finanzpolitik der EU. Spanien, Portugal und Irland seien wieder auf einem guten Weg, und Griechenland habe zuletzt zwei Mal einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftet. „Das hat’s seit der Antike nicht mehr gegeben“, so Pieper. Um sich ein Bild von der Stimmung in der Duisburger MIT zu verschaffen, bat Pieper um eine Probeabstimmung über den künftigen Parteivorsitzenden der CDU. In geheimer „Wahl“ gab es ein sehr klares Meinungsbild: Rund zwei Drittel votierten für Friedrich Merz, ein Drittel für Annegret-Kamp-Karrenbauer. Auf Jens Spahn entfiel keine einzige Stimme.

In seiner Begrüßung hatte Benno Lensdorf, Kreisverbandsvorsitzender der MIT Duisburg, seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die Politik wieder zur Sacharbeit zurückkehrt,. Das gelte sowohl für die CDU nach der Wahl eines neuen Vorsitzenden, aber auch für Duisburg nach der Personalrochade im Rathaus.

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