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Duisburg: Mafia-Prozess wegen Corona-Infektion erneut verschoben

Zwangspause wegen Corona : Duisburger Mafia-Prozess wieder verschoben

Die Corona-Pandemie verzögert den Duisburger Mafia-Prozess erneut. Ein Angeklagter ist infiziert, das Verfahren wird bis Mitte Januar unterbrochen. Bereits im vergangenen Jahr gab es mehrere Pausen – einmal war sogar ein Verteidiger an Covid-19 gestorben.

Der Prozess gegen mutmaßliche Mafiosi in Düsseldorf ist wegen einer Infektion eines Angeklagten mit dem Coronavirus erneut vertagt worden. Neuer Fortsetzungstermin sei der 15. Januar, sagte ein Sprecher des Duisburger Landgerichts am Montag.

Das Verfahren hatte eigentlich an diesem Montag fortgesetzt werden sollen. In ihm müssen sich mutmaßliche Mafiosi der derzeit mächtigsten Mafia-Gruppe der Welt, der 'Ndrangheta, wegen Kokainhandels in großem Stil verantworten. Insgesamt sind 14 Männer angeklagt.

In dem Verfahren geht es unter anderem um den Handel mit insgesamt 680 Kilogramm Kokain. Das Gericht hat für den Prozess 90 Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess findet aus Sicherheitsgründen nicht in Duisburg, sondern im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts statt.

Der Prozess hatte wegen der Corona-Pandemie bereits mehrfach eine Zwangspause einlegen müssen. Ein Verteidiger in dem Verfahren war nach einer Covid-19-Erkrankung sogar gestorben.

(dpa/atrie)