Duisburg: Leerlauf beim Asterlager China-Center

Businesspark: Leerlauf beim Asterlager China-Center

Auf dem Areal im Businesspark Niederrhein in Asterlagen tut sich seit Monaten nichts. Das Gelände ist laut Aussage der Stadt auch noch nicht verkauft. Kritik gibt es an den Hochhaus-Plänen.

Das Ende der legendären Seidenstraße befindet sich in Duisburg. Die geplante Ansiedlung des sogenannten China Trade Centre Europe (CTCE) im Businesspark Niederrhein in Asterlagen war stets von Superlativen begleitet. 260 Millionen Euro wollen chinesische Investoren in den Standort Nahe der A40 investieren (wir berichteten mehrfach). Doch liegt das Areal nach wie vor brach.

Warum das so ist, möchte jetzt die Rheinahauser CDU-Fraktion in der zuständigen Bezirksvertretung von der Stadtverwaltung erfahren. „2017 wurde das Projekt bekannt. Deutschland sei für China der wichtigste Standort in Europa. Und Rheinhausen habe innerhalb Deutschlands für China einen sehr hohen Stellenwert, so die Fraktion um Vorsitz Ferdi Seidelt. Der sagt weiter: „Schon seit längerem ist nichts mehr über das CTCE bekannt geworden. Politik und Öffentlichkeit haben ein großes Interesse daran zu erfahren, was und wann passieren soll und welche Auswirkungen das Projekt haben wird auf Verkehrsentwicklung, Wohnungsmarkt, Infrastruktur.“ Zudem müsse doch ein Vorhaben dieser Größenordnung innerhalb der Stadtverwaltung Priorität genießen und intensiv begleitet werden, wundern sich die Bezirkspolitiker.

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Laut Informationen der Redaktion haben sich rund um das Engagement der Chinesen im Businesspark Komplikationen ergeben. So hat die Stadtverwaltung bereits vor Monaten Informationen bestätigt, dass das Gelände noch gar nicht verkauft sei. Man sprach von Verhandlungen, die Zeit benötigten. Von einem Abschluss war seither nichts zu hören. Ein Knackpunkt ist zudem das geplante Hochhaus mit 13 Etagen. Die Umweltgruppe West verweist auf einen langen Kampf, den es bereits vor 25 Jahren beim Bau des Businessparks gegeben habe. Dieser sei in einer Zone entstanden, durch die ungehindert frische Kaltluft vom Niederrhein in Richtung Innenstadt gelangen konnte. Daher sei der Kompromiss entstanden, dort nicht höher als fünfetagig bauen zu dürfen. „Das soll auch so bleiben“, fordert der Initiative-Vorsitzende Norbert Bömer. Ansonsten müsse der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden, wogegen sich die Umweltgruppe zur Wehr setzen will. Zudem hält die Initiative den Boden des Geländes für ungeeignet, dort ein Hochhaus zu bauen. Und zitiert dabei aus einem Gutachten.

Auf diesem seit 25 Jahren brach liegenden Gelände wollen chinesische Investoren ein Handelszentrum bauen.⇥ Foto: Hans Blossey Foto: Hans Blossey/Blossey

Der Bauherr, die Starhai-Gruppe mit Deutschlandsitz in der Duisburger Innenstadt, sieht das Büro-Hochhaus für den ersten Bauabschnitt vor am östlichen Ende des Baufeldes zur Essenberger Straße hin. Das Unternehmen verlautete dazu, dass man auch fünfetagig bauen könne, sollte der Nutzungsplan bestehen bleiben. Das Gesamtprojekt sei davon nicht betroffen.

(dc)
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