Duisburg: Kurden legen bei Demo 2018 Verkehr in Marxloh lahm

50 Demonstranten in Innenstadt: Kurden legen bei Demo Verkehr in Duisburg-Marxloh lahm

Rund 50 junge Kurden haben am Vormittag die Weseler Straße in Duisburg-Marxloh blockiert. Es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

An der Ecke Weseler Straße /Kaiser-Friedrich-Straße blockierten die Kurden laut Polizei den Verkehr. Sie hatten sich zuvor im kurdischen Kulturzentrum an der Kaiser-Wilhelm-Straße versammelt.

Die Polizei stellte die Personalien fest und erteilte Platzverweise. Als sich einige Demonstranten gegen die Personalienfeststellung wehrten, kam es zu Handgreiflichkeiten mit der Polizei. Der Verkehr musste umgeleitet werden. Es kam zu Staus und verstopften Straßen im Duisburger Norden.

Am Abend teilte die Polizei mit, dass gegen einen der Männer ein internationaler Haftbefehl vorlag. Ihn nahmen die Beamten fest. Ein weiterer musste, nachdem er Widerstand geleistet hatte, zur Verhinderung weiterer Straftaten in den Polizeigewahrsam. Neben drei Strafanzeigen wegen Widerstandes stellten die Polizisten 37 Fahnen und drei T-Shirts mit dem Abbild von Öcalan sicher.Sie beschlagnahmten außerdem ein Messer. Gegen 16:30 Uhr war der Polizeieinsatz beendet.

Hintergrund ist ein geplanter mehrtägiger Protestmarsch der Kurden. Er sollte von Dortmund über das Ruhrgebiet bis nach Düsseldorf führen. Doch schon in Dortmund gab es Ärger mit der Polizei, so dass die Demonstration schließlich verboten wurde. Nachdem es gestern auch in Bochum und Essen zu lautstarken und verkehrsbehindernden kurdischen Aufmärschen gekommen war, forderte die Polizei in Duisburg Züge der Einsatzhundertschaft vom dafür zuständigen Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) an. So kamen Polizeikräfte der Einsatzhundertschaften aus Gelsenkirchen und Dortmund in Duisburg-Marxloh zum Einsatz.