Duisburg: Künstlernachlass

Ausstellung in der Archivgalerie: DU-Art-Archivgalerie: „Im kleinen ist Vielfalt“

Gerhard Losemann und seine Ehefrau Rita Ehrig zeigen in ihrer Archivgalerie am Dellplatz kleinformatige Arbeiten zahlreicher Künstler. Die Ausstellung wird am Freitagabend, 13. Juli, eröffnet und kann bis Oktober besichtigt werden.

Überaus reizvoll sind die Ausstellungen, die Gerhard Losemann und seine Ehefrau Rita Ehrig in ihrer DU-Art-Galerie am Dellplatz 8 zeigen. Das ist nicht verwunderlich, denn Losemann kann aus dem Vollen schöpfen: Rund 2500 Werke umfasst seine Kunstsammlung, die sich aus den Nachlässen zahlreicher Duisburger Künstler zusammensetzt. Viele Arbeiten hat Losemann vor dem Müllcontainer bewahrt, andere wurden ihm von Erben überlassen. Wieder andere haben ihm Künstlerkollegen geschenkt, sei es aus Platzgründen, als Freundschaftsgaben oder im Tausch.

In der Ausstellung, die am Freitag, 13. Juli, 19.30 Uhr, eröffnet wird, sind Werke von rund 30 Künstlern zu sehen. Einige von ihnen sind schon gestorben, wie Hetty Bresser, Friedrich Haarhaus, Heribert A. Huneke, Adolf Luther, Waldemar Niepagenkemper, Kurt Rehm, Gisela Schneider-Gehrke, Heinz Trökes oder Wilhelm Wiacker. Andere sind zum Glück noch quicklebendig und prägen die Duisburger Künstlerszene wie beispielsweise Sigrid Beuting oder Hans-Jürgen Vorsatz. Zu sehen sind Zeichnungen, Grafiken, Gemälde, Drucke und Objekte, Gegenständliches, Abstraktes oder Informelles. Der gemeinsame Nenner aller Werke ist die vergleichsweise kleine Form. Losemann hat für die Schau ein schönes Motto gefunden: „Im kleinen ist Vielfalt“.

In der Tat kann man formal und stilistisch höchst unterschiedliche Werke in der Schau entdecken. Kenner der Duisburger Kunstszene werden bisweilen überrascht, wenn sie anscheinend vertraute Künstler von einer anderen, nämlich der „kleinen Seite“ erleben können. Die meisten der ausgestellten Arbeiten kann man kaufen, die Preisspanne liegt zwischen 50 und 300 Euro. Rita Ehrig und Gerhard Losemann arbeiten daran, ihre Archivgalerie in eine Stiftung zu überführen, deren Name bislang „DU-Art-Künstlernachlässe“ heißt. Zurzeit werden die nötigen rechtlichen Fragen geklärt. Vermutlich wird es noch einige Monate dauern, bis die Stiftung unter Dach und Fach ist. Der Standort der Galerie (das Haus ist Eigentum von Rita Ehrig) soll bei der Überführung in die Rechtsform einer Stiftung erhalten bleiben.

Die Ausstellung kann bis Oktober donnerstags und freitags, jeweils von 18 bis 21 Uhr, besichtigt werden.