Duisburg: Duisburg konferiert über seine Kultur

Duisburg: Duisburg konferiert über seine Kultur

Die Duisburger Kulturkonferenz "#KK47" lädt für Samstag ein zum großen Meeting ins Stadttheater.

Nach der missglückten Kulturkonferenz im Juni vergangenen Jahres (die RP berichtete), stellt sich am kommenden Samstag von 10 bis 21 Uhr im Stadttheater die erste (nun wirkliche) Duisburger Kulturkonferenz im Sinne des im November 2016 beschlossenen Kulturentwicklungsplanes für Duisburg neu auf. Denn in den Handlungsempfehlungen des damaligen Ratsbeschlusses heißt es dazu auszugsweise: "Die Kulturkonferenz bietet den engagierten und interessierten haupt- wie freiberuflichen Akteuren aus allen Bereichen der Kulturpflege sowie aus Kultur- und Kreativwirtschaft und Verwaltung die Möglichkeit, einander wahrzunehmen und miteinander, förmlich und informell, in den Dialog zu treten. Verbunden wird die Konferenz mit internen Workshops und einem abschließenden öffentlichen Panel, an dem auch ausgewiesene Expertinnen und Experten beteiligt werden. Ein begleitender Markt der Möglichkeiten (Projektbörse) ist denkbar."

Mehrere Akteure aus der Duisburger Kultur- und Bildungsverwaltung, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, der Kreativwirtschaft sowie der Freien Kulturszene haben sich in den letzten sechs Monaten regelmäßig getroffen, um das Programm der "#KK47", unter diesem Titel läuft nämlich die Veranstaltung, zu entwickeln und vorzubereiten.

Ausrichter der Konferenz ist das Kulturdezernat der Stadt. "Auch wenn der Prozess mehr Zeit in Anspruch genommen hat als ursprünglich geplant, bin ich mir sicher, dass die Form der Beteiligung und die gemeinsame Zielentwicklung jetzt richtig sind. Die Arbeit des Vorbereitungsteams ist ein gutes Beispiel auf dem Weg hin zu einer Ermöglichungskultur. Somit kann ich alle nur ermuntern, dass möglichst viele Menschen am 21. April dabei mitmachen, mitdenken und mitspielen werden", sagt voller Zuversicht im Vorfeld der Konferenz Kulturdezernent Thomas Krützberg.

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Aufgerufen sind Duisburgs Kulturinteressierte und Kulturschaffende, die Wirtschaft, Politik und Verwaltung, um sich über den Stand der Dinge, aktuelle Projekte, Erfolge und Misserfolge und ganz neue Ideen auszutauschen. Das Programm ist weitgehend offen gestaltet: Neben einigen Impulsvorträgen am Vormittag, darunter einem über die Kultur- und Kreativwirtschaft für urbane Politik und einem über den Standortfaktor Kultur für Unternehmen, wird der inhaltliche und zeitliche Großteil der Konferenz nach der sogenannten "Barcamp-Methode" im Sinne von "miteinander voneinander lernen" durchgeführt. So können Interessierte im Plenum sogar noch weitere (Kultur-)Themen zur Diskussion stellen und Arbeitsgruppen dafür bilden.

Nach einer Mittagspause beginnen ab 14 Uhr drei sogenannte "Sessions Runden" in Form von Vorträgen und Workshops. Im Stundentakt werden dann unter anderem das Thema Kulturförderung behandelt, das Urheberrecht beleuchtet, das Kreativquartier Ruhrort vorgestellt sowie über die Zukunft der Duisburger Akzente diskutiert. Eine andere Runde widmet sich dem Thema "Kultur des Ermöglichens", zu dem sich Vertreter der sogenannten Freien Szene und der Kommune zum Gedankenaustausch treffen. Ein sogenannter "Markt der Möglichkeiten", eine Art Minimesse gewissermaßen, ergänzt das Konferenzangebot: Dieser zeigt, was Menschen in dieser Stadt bereits in Szene gesetzt haben und präsentiert Beiträge aus den Bereichen Kunst, Musik, Tanz, Literatur, Soziokultur, Kultur- und Kreativwirtschaft. Abgerundet wird das Programm durch sogenannte "Kulturbonbons", das sind zum Beispiel Beiträge der Duisburger Philharmoniker oder Aufführungen aus dem Bereich des Tanztheaters.

(RP)