Duisburg: Klangkraft-Orchester im Theater bejubelt

Konzert in Duisburg : Klangkraft-Orchester im Theater bejubelt

Duisburgs originellstes Laienorchester gab im Theater ein umjubeltes Konzert.

Gegründet wurde es vor 45 Jahren, die längste Zeit hieß es „Jugendorchester Duisburg“, seit 2012 heißt es „Klangkraft Orchester“. Sein jüngstes Jahreskonzert wiederum hieß „Fantastisch!“, denn es wollte zeigen, wie die Musik die Fantasie des Menschen beflügelt.

Auf dem Programm standen zehn entsprechende Werke von Klassik über Filmmusik bis Pop, bei vieren davon waren es nur einzelne Sätze. Der taiwanesisch-amerikanische Chefdirigent Henry Chen servierte sorgfältig, von der Ouvertüre zur Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart bis zu zu „Moon River“ von Henry Mancini im Arrangement von Steve Zegree. Bei der dritten Nummer, das war der erste Satz aus der Suite zur Schauspielmusik „Pelléas et Mélisande“ von Gabriel Fauré, hatte sich die Intonation auch der Streicher eingependelt. Besonders bejubelt wurden im Theater die beiden Solisten, nämlich der Schlagzeuger Kevin Anderwaldt an der Schreibmaschine mit „The Typewriter“ von Leroy Anderson sowie die Sängerin Anna Katharina Wolf mit der Bossanova „Dindi“ (gesprochen „Dschindschi“) von Antonio Carlos Jobim im Arrangement von Martin Fratz und der Zugabe „Fantasy“ von Earth, Wind & Fire.

Wer „Klangkraft“ kennt, weiß, dass die Konzerte dieses Orchesters immer auch echte Multimedia-Events sind. Diesmal waren es kleine Videos über den banalen Tagesablauf, der durch die Musik fantasievoll wird. Am witzigsten wirkte das Filmchen vor dem Walzer aus dem Ballett „Schwanensee“ von Peter Tschaikowsky, in dem während eines langweiligen Meetings einer der Anzugträger sich plötzlich erhebt und im Tutu zur Tür hinaus tanzt. Und wer „Klangkraft“ kennt, weiß auch dass dieses Orchester gegen Ende jedes seiner Konzerte als (gleichfalls vorzüglicher) Chor an die Rampe kommt, hier für „Moon River“.