Duisburg: Kindermusical Katta begeistert im taM

Musical: Liebesgrüße aus Madagascar

Bei der Premiere des Kindermusicals „Katta“ ging es bunt und akrobatisch zu. Zu erleben gab es eine fein inszenierte und romantische Geschichte für große und kleine Besucher.

Die Selfies mit Markus Becker vor der Premiere des Kindermusicals „Katta“ am Freitagnachmittag im Theater am Marientor waren heiß begehrt. Der bekannte Schlagersänger („Das rote Pferd“) trat zwar nicht selbst auf, aber seine Stimme war allgegenwärtig. Mit seinen schwungvollen Songs (genauso wie Musical-Star Judith Lefeber) sorgte er für den musikalischen Rahmen des bunten Kinder-Spektakels.

Beliebt waren aber nicht nur die Fotos mit Becker – Markenzeichen roter Cowboyhut –, auch die große Auswahl im „Katta“ – Fanshop ließen die Kinderaugen leuchten und Omas und Opas ihre Geldbörsen öffnen. Die Story zum Musical wurde von Schauinsland- Reisen entwickelt, an der Realisierung waren prominente Namen beteiligt. Als Komponist und Texter war Tom Marquard an Bord, der auch schon für Costa Cordalis, Michael Wendler und eben auch Markus Becker erfolgreich tätig war.

Rund 700 Besucher waren bei der ersten offiziellen Vorstellung von „Kattas Reise zur leuchtenden Banane“ dabei. Eltern und Großeltern begleiteten die Kids bei ihrem in vielen Fällen ersten Theaterbesuch. Das sollte sich nicht nur am Souvenirstand als nützlich erweisen, so manches Mal mussten die Allerkleinsten auf den Schoß genommen werden, da der Blick auf die Bühne von den wuchtigen Theatersesseln aus sich oftmals als schwierig erwies. Auch die – fast schon – fünfjährige Pauline verfolgte so die aufregende Geschichte vom Halbaffen Katta und seinen Freunden Ingo Flamingo und Adele Garnele gespannt.

Aber nicht nur die kleine Pauline fand das bunte und phantasievoll inszenierte Musical faszinierend, auch ihre Oma Helli zeigte sich begeistert: „Das ist ja ganz toll, die Songs sind einfach schön und das farbenfrohe Bühnenbild passt wunderbar dazu.“

Auch die zahlreichen Tanz-Choreographien und akrobatischen Einlagen forderten immer wieder den Beifall des Publikums heraus. Dafür sorgte die Show-Akrobatik-Gruppe der „Fliegenden Homberger“, die besonders bei der Kinderolympiade-Szene – die kleine Reisegruppe um Katta war gerade in Griechenland angekommen – so richtig zeigen konnte, was sie drauf hat.

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Schauinsland - Mitarbeiterin Simone Feier-Leist erläuterte, warum das Duisburger Touristik-Unternehmen ausgerechnet ein Musical für Kinder auf die Bühne bringt: „Wir möchten den Kleinen Kultur nahe bringen und haben uns dafür ein kindgerechtes Format überlegt.“

Zwei Jahre hat man an „Katta“ getüftelt. Herausgekommen ist dabei eine romantische Geschichte, bei dem das Äffchen Katta im Mittelpunkt steht. Gemeinsam mit seinen Freunden Adele Garnele und Ingo Flamingo macht es sich auf, um den Mond zu erreichen, den Katta für eine leuchtende Banane hält.

Die Aufgabe des Erzählers übernahm Leopold, der gemütlichen Löwen. Paul, das Faultier leistete in diesem Rahmen eher einen geringeren Beitrag. „Ist mir doch egal“, war sein Standartsatz, unabhängig davon, welche Szene gerade zu kommentieren war. Ausgerechnet MSV-Profi Lukas Fröde hatte dem apathisch wirkenden Faultier seine Stimme geliehen. Fröde – derzeit im Trainingslager in Österreich – gab „Paul“ nicht nur seine Sprechstimme, auch mit dem Song „Ist mir doch egal“ machte der Fußballer eine prima Figur.

Die Stimmen der beteiligten Tiere und die Lieder wurden natürlich eingespielt. Zu hören war auf diese Weise auch der Ex-Fußball-Manager Rainer Calmund, der – rein zufällig natürlich! – als Reisebürofachmann Otto Oktopus den drei Freunden von der Insel Kattagaskar Reiseziele empfahl, die Katta, Adele und Ingo ihrem Ziel näher bringen sollten. Bei diesem letztendlich vergeblichen Unterfangen lernten die drei – und die Kids im TAM –, wie schön es eigentlich auf der Welt ist und das ein Reisebüro-Fachmann wie Otto Oktopus bei deren Erkundung sehr hilfreich sein kann. Auf die mehr oder minder gut versteckten „kleinen Werbeblöcke“ hätten die Musical-Macher ruhig verzichten können, auch so zeigte nicht nur das furiose Finale, dass man mit „Katta“ ein wunderschönes Kinderspektakel auf die Bühne gebracht hat, das auch Eltern und Großeltern viel Freude bereitet.

(pol)
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