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Duisburg: Keine Vorauswahl bei Bürgerfragen an Angela Merkel

Besuch in Duisburg-Marxloh : Regierungssprecher: Bürger dürfen Merkel alles fragen

Trotz des Zwischenfalls mit einem weinenden Flüchtlingsmädchen sind beim "Bürgerdialog" von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) keine Einschränkungen bei der Auswahl der Gäste und deren Fragen vorgesehen. Am Dienstag kommt Merkel nach Duisburg, um dort mit Bürgern in den Dialog zu treten.

"Es gibt da keine Vorabstimmungen mit der Bundesregierung", versicherte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Die etwa 60 Bürger, die an diesem Dienstag in Duisburg-Marxloh mit der Kanzlerin zusammentreffen, würden von der städtischen Entwicklungsgesellschaft ausgewählt und könnten frei entscheiden, was sie zum Thema Lebensqualität sagen wollen.

Unter dem Motto "Gut leben in Deutschland - Was uns wichtig ist" besucht Merkel verschiedene deutsche Städte und trifft sich dort mit Einwohnern zum sogenannten Bürgerdialog. In Rostock war Mitte Juli allerdings ein palästinensisches Flüchtlingsmädchen in Tränen ausgebrochen.

Merkels etwas ungelenker Versuch, die 14-Jährige zu trösten, sorgte damals für viel Aufsehen. Trotzdem soll es nach Seiberts Worten keine spezielle Vorbereitung für die kommenden Veranstaltungen geben. "Die Kanzlerin hat so viele Begegnungen mit Bürgern (...), dass sie dafür keines Coachings bedarf."

Marxloher Bürgen haben bereits einen offenen Brief verfasst, den sie der Kanzlerin am Dienstag überreichen wollen.

(dpa)