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Duisburg: Kaufhof-Beschäftigte protestieren aus Sorge um Schließung

Duisburger Warenhäuser in Nöten : Kaufhof-Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze

Kann Duisburg auf Dauer mit Karstadt und der Galeria Kaufhof zwei Warenhäuser halten? Bei den Beschäftigten jedenfalls ist die Sorge um den Erhalt ihrer Jobs groß. Sie wollen am Donnerstag ihrem Unmut über die ungewisse Zukunft Ausdruck verleihen.

Die rund 80 Beschäftigten der Galeria Kaufhof an der Düsseldorfer Straße in der City wollen am Donnerstag ab 8.30 gegen eine mögliche Schließung des Warenhauses beziehungsweise Entlassungen protestieren. Die angeschlagene Kaufhaus-Kette Galeria Karstadt Kaufhof steht vor einem Umbruch. Die Sanierer sehen jede dritte Filiale und rund 10.000 Arbeitsplätze gefährdet. „Wir wissen nicht, wie es in Duisburg weitergeht“, erklärte ver.di-Gewerkschaftssekretär Martin Petig im Gespräch mit der Rheinischen Post. Die Beschäftigten – bei Karstadt im Forum sind es etwa 100, bei der Galeria Kaufhof rund 80 – seien verunsichert.

Die Gewerkschaft hatte zuvor auch schon an anderen Standorten zu Protestaktionen aufgerufen. Die Arbeitnehmerorganisation kennt lediglich die Eckdaten und hat kein Verständnis für die Pläne des Unternehmens: „Auch die Kaufhäuser in der Duisburger Innenstadt sind bedroht.“ Die Sanierer schauten sich die Umsätze der einzelnen Häuser an und entschieden danach, welche geschlossen werden müssten, so Petig. Häufig seien dabei die Warenhäuser benachteiligt, bei denen es der Konzern in der Vergangenheit an Investitionen habe fehlen lassen.

Bei der Protestaktion am Donnerstag sind auch Oberbürgermeiser Sören Link, Duisburgs ver.di-Chef Thomas Keuer, der Betriebsratsvorsitzende Kaufhof Duisburg, Dirk Voss, und der stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Peter Zysik dabei.

(mtm)