1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Kabarettpreis „Das Schwarz Schaf” startet im März

Kabarettpreis in Duisburg : Jetzt lernt das „Das Schwarz Schaf” das Streamen

Der Kabarettpreis „Das Schwarz Schaf” findet nach der Absage aus dem vergangenen Jahr nun 2021 statt – zunächst aber nur im Netz. Das Finale soll dann im Mai vor Publikum steigen.

Eigentlich hätte der Niederrheinische Kabarettpreis „Das Schwarz Schaf” im vergangenen Jahr ausgetragen werden sollen. Doch die Pandemie unterbrach den gewohnten Zweijahresrhythmus der Veranstaltung. Der einst von Hanns Dieter Hüsch ins Leben gerufene Wettstreit von Nachwuchskabarettisten wurde für das Jahr 2020 deshalb komplett abgesagt. Der Pandemie zum Trotz soll er in diesem Jahr nachgeholt werden.

Anders als sonst wird es in diesem Jahr keine Vorrunden in den Städten Emmerich, Wesel, Krefeld und Moers geben. Stattdessen werden die bereits im vergangenen Jahr nominierten Kabarettisten allesamt im Kleinkunsttheater „Die Säule” ohne Publikum, aber vor einer Kamera auftreten und miteinander um den Preis konkurrieren. Geplant sind vier Vorrunden in der Säule. Die vier Gewinner aus diesen Vorrunden werden dann, so zumindest die aktuelle Planung, am Samstag, 1. Mai, in der Mercator-Halle vor Publikum auftreten. Die Jury wird dann den Hauptpreis gemeinsam mit dem Publikum, das mitentscheiden kann, ausloben.

Für den Kabarettwettbewerb nominiert sind: Alex Döring (München), Beier & Hang (München), Florian Hacke (Kiel), Goldfarb-Zwillinge (Berlin), Jakob Heymann (Bremen), Johannes Floehr (Krefeld/Hamburg), Martin Valenske & Henning Ruwe (Berlin), Micha Marx (Bonn), Peter Fischer (Mannheim), Quichotte (Köln), Sulaiman Masomi (Köln), und Victoria Helene Bergemann (Kiel).

Die Vorrunden in der Säule sollen live über die Plattform Feedbeat übertragen werden. Zuschauerinnen und Zuschauer können über den Link http://feedbeat.io/2021/02/17/kabarettpreis-das-schwarze-schaf/ und unter Eingabe der dort angegebenen Codes an den Veranstaltungen teilnehmen und sogar mit dem Kabarett-Nachwuchs auf der Bühne interagieren. Das Publikum wird auch an der Ermittlung der Vorrunden-Sieger beteiligt. Die Vorrunden-Abende in der Säule sind kostenfrei zugänglich, der Kartenvorverkauf entfällt. Die Vorrunden finden am 10., 11., 17. und 18. März statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Moderiert werden sie von Max Ruhbaum, Schauspieler und Kabarettist. Die digitale Abstimmung des Publikums während der Veranstaltungen entscheidet mit, welche Kabarettistin oder welcher Kabarettist ins Finale einziehen darf. Neben dem Votum des Publikums gibt es auch eine Jury vor Ort. Im Anschluss an den Livestream stehen die Vorrunden auf Youtube und auf der Website des „Schwarzen Schafs“ unter www.dasschwarzeschaf.com zur Verfügung.

Zurzeit ist die Chefin der Säule, Martina Linn-Naumann, damit beschäftigt, die Säule technisch aufzurüsten, damit das Streamen der Vorrunden auch reibungslos klappt. Dazu muss beispielsweise das Wlan ausgebaut werden. Martina Linn-Naumann gehört auch zur Finaljury am 1. Mai. Neben ihr entscheiden die Kabarettistin Mirja Boes, der für Kabarett und Comedy zuständige WDR-Redakteur Hartmut Krause und der Gewinner des Schwarzes Schafes 2018, Salim Samatou zur Finaljury. Wenn es die Pandemiesituation zulässt, wird die Preisträgerin oder der Preisträger des Kabarettwettbewerbs im Anschluss an das Finale am 1. Mai in der Mercator-Halle einen Soloabend in der Säule bekommen.

Noch nicht entschieden ist derweil, ob es auch ein digitales Finale in der Mercator-Halle geben wird. Zurzeit hoffen die Organisatoren, dass bis dahin eine Live-Veranstaltung mit entsprechenden Hygiene-Auflagen, wie sie bereits im vergangenen Jahr bei den Philharmonischen Konzerten praktiziert wurden, möglich ist.

Bea Fröchte, die Projektleiterin des Kabarettwettbewerbs, sagt in Hinblick auf die nun anstehenden Vorrunden im März: „Das Schwarze Schaf ist ein fester Termin im Kulturkalender der Region. Wir freuen uns, den Wettbewerb in diesem Jahr digital austragen zu können. Ob Applaus, Lachen oder der Ruf nach einer Zugabe, mit Feedbeat haben wir eine Lösung gefunden, mit der die Reaktionen des Publikums auch bei einer Online-Veranstaltung auf der Bühne ankommen.“