Duisburg: Junge von Hund gebissen - Tante erfand falschen Verdächtigen

Überraschende Wende nach Vorfall in Duisburg : Junge ins Gesicht gebissen – Mutter und Tante erfanden unbekannten Hundehalter

Nachdem ein zweijähriger Junge in Duisburg von einem Hund ins Gesicht gebissen wurde, kann die Polizei die Suche nach dem angeblich unbekannten Halter abbrechen. Den gibt es nämlich gar nicht. Die Mutter und Tante des Jungen haben ihn erfunden. Sie kennen den Hundehalter sehr wohl.

Der Fall des zweijährigen Jungen, den ein Dobermann-Mischling am vergangenen Sonntag in einer Parkanlage am Nombericher Platz gebissen haben soll, ist aufgeklärt: Am Donnerstag hat die Tante des Jungen den ermittelnden Kripo-Beamten gestanden, dass der Dobermann eines Bekannten, der sich zur Pflege in ihrer Wohnung aufhielt, ihren Neffen gebissen habe. Das Unglück geschah in der Küche der 42-Jährigen, als sie das Mittagessen vorbereitete und dabei Kind und Hund den Rücken zugewandt hatte.

Zusammen mit der Mutter (39) brachte sie den verletzten Jungen anschließend ins Krankenhaus und verständigte den Vater, der schließlich die Polizei rief. Ihm und den Beamten gegenüber erzählten sie die erfundene Geschichte von einem unbekannten Hundehalter. Das führte in den sozialen Medien dazu, dass Hundehalter aus der Nachbarschaft zu Unrecht verdächtigt wurden. Beide Frauen müssen jetzt mit einem Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat rechnen.

Die 42-Jährige muss sich außerdem wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Das zuständige Ordnungsamt haben die Kripo-Beamten bereits informiert.

(dab)
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