"Duisburg ist echt": Neue Kampagne für ein besseres Image der Stadt

Wie Duisburg in den Rankings besser abschneiden soll : „Duisburg ist echt“ für ein besseres Image

Duisburgs Image ist schlecht. Mit einer groß angelegten Kampagne und der neuen „Wort-Bild-Marke“ mit dem Slogan „Duisburg ist echt“ soll unter der Federführung von Duisburg Kontor gegengesteuert werden.

Der Slogan steht auf Plakaten, Leinwänden, Buttons, T-Shirts oder Kaffeetassen: „DUISBURG IST ECHT“. Die in dunkelblau und weiß gehaltene sogenannte „Wort-Bild-Marke“ ist Basis der neuen Imagekampagne der Stadt, die unter Federführung von Duisburg Kontor in den nächsten beiden Jahren entscheidend zur Imageverbesserung beitragen soll – und die sich die Stadt auch etwas kosten lässt (siehe Box).

Die Marke ist das Ergebnis der Zusammenarbeit der beiden Duisburger Agenturen Durian und Cantaloop, die sich für dieses Projekt zusammen taten und sich in einem Wettbewerb gegen sieben Konkurrenten durchsetzen. Tom Hoffmann (Cantaloop) und Frank Oberpichler stellten die Imagekampagne am Montag gemeinsam mit den Verantwortlichen von Duisburg Kontor und der Stadtverwaltung vor. Der Slogan „Duisburg ist echt“ soll sowohl für sich selbst stehen als auch in Ergänzung mit entsprechenden Attributen, erläuterte Oberpichler. Ergebnisse einer Befragung hatten ergeben, dass Duisburger ihre Stadt als „echt“ unverfälscht, authentisch, glaubwürdig oder ursprünglich dargestellt hatten. Diesen Gedanken haben die Agenturen dann umgesetzt.

OB Sören Link und Duisburg Kontor-Chef Uwe Kluge gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich auch Unternehmen beteiligen und die Bild-Marke ebenfalls verwenden oder sich gar finanziell beteiligen. „Wichtig ist mir, dass alle mitmachen – auch Bürger und die Wirtschaft. Von einem besseren Image profitiert die ganze Stadtgesellschaft, nicht zuletzt der Bereich Hotel und Gaststätten. So sind die Besucherzahlen aus dem Bereich Industriekultur und Radtourismus in der Vergangenheit kontinuierlich gestiegen.“ Ihm sei klar, dass ein Imagewandel für Duisburg eher einen Marathon als einen Sprint bedeutet: „Das Image ist nicht über Nacht so geworden, und es wird auch nicht über Nacht besser.“

Insgesamt soll eine sehr breit aufgestellte Werbe-, Image- und Marketingkampagne dazu beitragen, dass Duisburg langfristig nicht bei allen möglichen Städterankings immer nur hintere Plätze belegt. Die Maßnahmen reichen von einem Imagefilm über ein Großdisplay Duisburger Freiheit bis hin zu Webcams, der Entwicklung von Duisburg Emojis, Blumenampeln im Stadtgebiet bis hin zu Selfie Spots an der Landmarke Tiger & Turtle, einer Videoclip-Serie zu den Duisburger Bezirken, Infotafeln für Radwege oder die Einbindung von Bloggern und Influencern.

Es sei eine schwere Aufgabe, das Image der Stadt zu verbessern, meinte auch Kontor-Geschäftsführer Thomas Krützberg. „Das gelingt nicht immer, aber immer besser.“ Uwe Kluge, ebenfalls Geschäftsführer von Duisburg Kontor, berichtete von einer riesigen Video-Beamer-Projektion auf der Fassade des Stadtfensters, auf der die Vielfalt der Stadt dargestellte werden soll und Bürger sich „analog und digital“ mit einbringen könnten. Um mit der nötigen Nachhaltigkeit an der Imageverbesserung arbeiten zu können, sollen zwei neue Mitarbeiterinnen Duisburg Kontor verstärken. Eine soll sich um die vielen Projekte kümmern, eine andere übernimmt die Steuerung von PR und Kommunikation. Entscheidend sei, so OB Link, dass die Kampagne von der Stadtgesellschaft mitgetragen wird: „Letztlich haben alle was davon.“

Die Kampagne gibt es auch im Internet (www.duisburgistecht.de und in den sozialen Netzwerken: www.facebook.com/duisburgistecht/ und www.instagram.con/duisburgistecht/