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Duisburg: Inzidenz fällt unter Bundesnotbremse von 100

Inzidenz fällt unter 100 : Duisburger Außengastronomie kann auf Öffnung hoffen

Die Zahl der Corona-Infizierten ist in Duisburg erneut gesunken, seit Montagabend liegt die Stadt unter dem Schwellenwert der Bundesnotbremse. Wie es nun weitergeht und wann mit welchen Lockerungen zu rechnen ist.

Die dritte Welle der Corona-Pandemie scheint auch in Duisburg langsam gebrochen. Am Montagabend meldete die Stadt noch 925 Infizierte, so wenige wie seit zwei Monaten nicht. Zudem sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 94,2 und liegt somit nun wieder unter dem für die Bundesnotbremse entscheidenden Wert 100. Bleiben die Zahlen nun die festgelegten fünf Werktage lang stabil, könnten die damit einhergehenden Regeln wieder aufgehoben werden.

Wenn es so kommt, gelten neben der NRW-Landesverordnung „nur“ noch die von der Stadt Duisburg in der aktuell gültigen Allgemeinverfügung festgelegten Maßnahmen. Diese sind von der Notbremse unabhängig und gelten in ihrer derzeitigen Fassung zunächst bis zum 4. Juni. Hierunter fällt beispielsweise die Maskenpflichtregelung in Teilen der Stadt und die weniger scharfe Kontaktbeschränkung auf maximal fünf Personen aus zwei Hausständen.

Die darüber hinausgehenden Bundesregeln fielen weg. Frühestens zum Pfingstmontag könnte somit sowohl die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben werden als auch die Außengastronomie für Corona-Geteste, -Geimpfte und -Genesene wieder öffnen. Die Maßnahmen der Bundesnotbremse treten laut Stadt an Pfingstmontag, 24. Mai um 0 Uhr, außer Kraft. Vorausgesetzt die Sieben-Tage-Inzidenz steigt bis dahin nicht erneut über 100.

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Ob darüber hinaus auch die kommunalen Regeln gelockert werden sollen, steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest. „Der Krisenstab wird sich angesichts der sinkenden Fallzahlen mit diesem Thema in den nächsten Tagen beschäftigen“, teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage unserer Redaktion mit. „Es kann durchaus sein, dass wir dann die Duisburg spezifischen Regeln zugunsten einer einheitlichen Landesregelung anpassen oder aufheben.“ Vorher sollten allerdings die einzelnen Regeln noch einmal genau betrachtet werden.

Die Stadt veröffentlichte am Dienstag neben der aktuellen Gesamt-Inzidenz auch die Werte der vergangenen Kalenderwoche aus den einzelnen Stadtbezirken. Mit Meiderich/Beeck (138,7), Hamborn (124,1) und Rheinhausen (112,7) überschritten demnach noch drei Bezirke über der 100er-Marke. Walsum (97,5), Mitte (95.4), Homberg/Ruhrort/Baerl (63,5) und Süd (52,1) lagen darunter.

Während die Infizierten-Zahlen sinken, nimmt die Zahl der geimpften Duisburger weiter zu. Innerhalb eines Tages wurden zuletzt knapp 5000 Impfdosen verabreicht. Ingesamt waren damit am Dienstag rund 182.000 Duisburger mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Die Zahl der Zweitimpfungen stieg auf knapp 47.000. Um das Impftempo zu steigern, hatte die Stadt in der Vergangenheit bereits mehrfach auf die Öffnung für weitere Priorisierungsgruppen gedrängt. Nur so könne gewährleistet werden, dass der gesamte verfügbare Impfstoff auch verabreicht werde.

Vor diesem Hintergrund begrüßte die Stadt auch die am Montagabend von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkündete Aufhebung der Impfpriorisierung am 7. Juni. „Wir müssen Corona so effektiv wie möglich bekämpfen, ganz unabhängig von starren Regelungen. Auch deshalb haben wir uns zuletzt so nachdrücklich für Impfungen in von Corona besonders stark betroffenen Stadtteilen eingesetzt“, sagte Krisenstabsleiter Martin Murrack am Dienstag. „Insofern ist die Aufhebung der Priorisierung richtig.“ Problematisch bleibe laut Murrack jedoch weiterhin die Anzahl der Impfdosen. „Hier müssen Bund und Land dringend nachbessern, damit wir noch mehr Fahrt aufnehmen können, um so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich impfen zu können“, sagte er.