Duisburg: Investor lässt das Projekt DUO platzen - das sind die Gründe

Großprojekt in Duisburg : DUO am Marientor: Das sind die Gründe für das Aus

Das als DUO am Marientor bekannte Großprojekt an der Steinschen Gasse wird nicht gebaut. Der Investor hat der Stadt mitgeteilt, das Projekt nicht weiter verfolgen zu wollen. Die Vermarktung hatte sich als schwierig erwiesen.

Die Brachfläche an der Steinschen Gasse, auf der das Großprojekt DUO am Marientor realisiert werden soll, ist vielen Duisburgern ein Dorn im Auge. Dabei hätten die Arbeiten am DUO eigentlich schon längst beginnen sollen. Geht man nach den Angaben, die der für das Projekt verantwortliche Investor „Hoff und Partner“ aus Gronau auf seiner Website vermerkt hat, war abhängig vom Vermarktungsstand ein Baubeginn noch im Jahr 2018 anvisiert. Getan hat sich bislang aber noch nichts. Und das aus einem guten Grund. Wie die Stadt Duisburg und der verantwortliche Projektentwickler Hoff und Partner auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilten, hat sich der Projektentwickler aus dem Projekt zurückgezogen.

Diese Information deckt sich mit einem anonymen Hinweis, den unsere Redaktion bereits in der vergangenen Woche erhalten hatte. Stadt und Investor antworteten aber erst jetzt auf die entsprechenden Nachfragen.

„Wir haben nach reiflicher Überlegung und mit Bedauern entschieden, die Projektentwicklung DUO in Duisburg nicht weiter zu verfolgen“, sagt  Ingo Hoff, Geschäftsführer des Investors Hoff und Partner. Trotz unterzeichneter Mietverträge habe man die anvisierte Vermarktungsquote nicht mit den individuellen Konzeptanforderungen in einen wirtschaftlichen Einklang bringen können. Dadurch sei eine gesicherte Umsetzung des Projektes in einem realistischen Zeitraum nicht möglich gewesen.

Vor dem Hintergrund der veränderten Investitionsbereitschaft im Handel, der aktuell hohen Konjunktur in der Bauwirtschaft sowie den stark steigenden und unbeständigen Baukosten habe man beim Projektentwickler keine ausreichende Grundlage für die Realisierung des Projektes mehr gesehen. Zudem habe sich aktuell die Projektkonkurrenz in Duisburg an attraktiveren Standorten verschärft, was zur abschließenden Bewertung der Situation beigetragen habe.

Bei der Stadt reagierten die Verantwortlichen mit Enttäuschung auf die Entscheidung des Projektentwicklers. „Ich hätte mir eine solche Entwicklung an dieser Stelle sehr gut vorstellen können. Für uns ist es nun wichtig, nach vorne zu schauen und schnellstmöglich über eine Alternative nachzudenken. Ich werde dem Rat schnellstmöglich einen entsprechenden Vorschlag zur Entscheidung vorlegen“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Geplant war auf auf der Brachfläche ein Büro und Handelszentrum mit rund 15.000 Quadratmetern Bürofläche. Neben Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss war auch Raum für Arztpraxen vorgesehen. Außerdem sollte ein Hotel an die Steinsche Gasse ziehen. Investor Ingo Hoff hatte im Dezember 2017 die „Star-Inn“ Hotelgruppe aus Süddeutschland als Ankermieter vorgestellt.

Pläne für Seniorenwohnungen an dieser Stelle waren schon vorher gestrichen worden. Bereits vor Wochen hatte der Projektentwickler eingeräumt, dass er sich die Vermarktung des Grundstücks anders vorgestellt hatte.

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