Duisburg: Integrationsstaatssekretärin Serap Güler zu Besuch am Flachsmarkt

Duisburg : Integration ist eine Aufgabe für alle

NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler hat gestern das Kommunale Integrationszentrum am Flachsmarkt in Duisburg besucht.

„Für die bessere Vernetzung der Integrationsarbeit vor Ort sind die Kommunalen Integrationszentren mittlerweile unverzichtbar“, erklärte sie. Die Landesregierung werde der kommunalen Integrationsarbeit neue Struktur verleihen und hat vereinbart, die Voraussetzung für eine auskömmliche Finanzierung der Einrichtungen aus Landesmitteln bis zum Ende der Legislaturperiode 2022 zu sichern. Bei aller berechtigten Aufmerksamkeit für die Neuzugewanderten, sollten wir nicht diejenigen aus dem Blick verlieren, die bereits dauerhaft hier leben.“

Das Kommunale Integrationszentrum Duisburg berät und begleitet Kindergärten, Schulen sowie dort tätige Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte mit neuen sprachbildenden und interkulturellen Konzepten, damit zugewanderten Kindern und Jugendlichen gleiche Bildungschancen ermöglicht werden. Zudem erarbeitet das KI in den nächsten zwei Jahren ein neues gesamtstädtisches Konzept für die Integration von zugewanderten Menschen, das ihre unterschiedlichen Lebenslagen berücksichtigt.

Duisburgs Integrationsdezernent Dr. Ralf Krumpholz wies auf die besondere Bedeutung des Themas Migration für die Stadt hin und hob hervor, dass die Kommunen in Integrationsfragen Unterstützung von Bund, Land und EU benötigten. „Die immensen Herausforderungen können nur gemeinsam in Form einer Verantwortungsgemeinschaft gestemmt werden“, so Krumpholz.

2012 hatte der Landtag mit den Stimmen der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP das Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Damit wurde auch der Grundstein für die Einrichtung der Kommunalen Integrationszentren gelegt. Heute verfügen alle 54 Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen über ein Kommunales Integrationszentrum. 2016 wurden insgesamt rund 39,4 Millionen Euro für die Arbeit der Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Davon kamen 19,6 Millionen Euro aus den kommunalen Haushalten, 14,5 Millionen Euro waren Landesmittel und fast 5,3 Millionen Euro waren Stiftungs- und Drittmittel.

(mtm)
Mehr von RP ONLINE