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Duisburg: Im Mercatorviertel entsteht auch eine Katharina-Mercator-Gasse

Innenstadtentwicklung in Duisburg : Neuer Straßenname: Katharina-Mercator-Gasse

Die Vorbereitungen für den Baustart des Mercatorviertels beginnen mit der Fällung von 15 Bäumen.

Die Erschließung des Mercatorviertels zwischen dem Burgplatz und dem Rabbiner-Neumark-Weg soll in wenigen Wochen beginnen. In der zweiten Jahreshälfte könnten dann bereits die ersten Bauarbeiten starten, verspricht Duisburgs Wirtschaftsdezernent Andree Haack. Vorbereitende Maßnahmen sollen kurzfristig anlaufen. Dazu muss aber erst noch die Bezirksvertretung Mitte grünes Licht geben. Dabei geht es unter anderem darum, einen Namen für fünf neue Straßen zu finden und die Genehmigung zu erteilen, dass 15 Bäume gefällt werden sollen.

Das Mercatorviertel soll wie berichtet autofrei sein. Die Stellplätze der Anwohner des Stadtquartiers mit rund rund 300 geplanten Wohneinheiten, kulturellen, sozialen und Dienstleistungsnutzungen sowie kleineren Einzelhandelsgeschäfte werden in Tiefgaragen zur Verfügung gestellt. Für die öffentlichen Verkehrsflächen und Durchfahrten schlägt die Verwaltung jetzt fünf neue Straßennamen vor (siehe nebenstehende Grafik). Sicher naheliegend und selbsterklärend ist der Name „Am Mercatorhaus“. Die zentrale Verkehrsfläche soll die Bezeichnung „Keppelshof“ erhalten, dazu kommen die drei Querverbindungen. Die westliche Querverbindung zwischen Gutenberg- und Oberstraße soll den Namen „Katharina-Mercator-Gasse“ erhalten. Katharina war die 1542 geborene Tochter Mercators, das jüngste von insgesamt sechs Kindern. Die Querverbindung in der Mitte erhält den Namen „Corputiusgasse“ in Erinnerung an Mercators Schüler Johannes Corputius (1542 - 1611), dessen gleichnamiger Plan das historische Duisburg aus der Vogelperspektive zeigt. Die Querachse im östlichen Bereich des Mercatorviertels schließlich soll den Namen „Bohnengasse“ erhalten.

 Noch haben die Bauarbeiten für das Viertel nicht angefangen, Vorschläge für die Straßennamen gibt es aber schon.
Noch haben die Bauarbeiten für das Viertel nicht angefangen, Vorschläge für die Straßennamen gibt es aber schon. Foto: grafik
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Für die Vorbereitung des Baugebietes sollen 15 Bäume entlang des Kuhlenwalls und des Rabbiner-Neumark-Wegs gefällt werden. Hierbei handelt es sich um ungarische Eichen, Berg-Ahorne und Kugeltrompetenbäume. Dabei soll die gesetzlich vorgeschriebene Schutzzeit vom 1. März bis 30. September eingehalten werden, so dass die Fällungen wohl bereits in den nächsten Wochen vorgenommen werden müssten.

Für die Gestaltung ist die Anpflanzung von mindestens 20 Bäumen im öffentlichen Raum vorgesehen.