Duisburg: Horrorhäuser in Kaldenhausen werden ab Oktober geräumt

Kaldenhausen : Horrorhäuser-Areal: Räumung ab 1. Oktober

Der neue Eigentümer Steinbau Massivhaus hat um das Schrottimmobilien-Grundstück in Kaldenhausen einen Bauzaun errichtet. Mit der Räumung wird noch gewartet. Auch die Abrissgenehmigung fehlt noch.

Insgesamt 29 Jahre hat es gedauert, bis das Eis gebrochen war. Jetzt kommt es auf einige Wochen auch nicht mehr an. Das ist laut des CDU-Politikers Ferdi Seidelt die aktuelle Formel für das Schrottimmobilien-Grundstück in Kaldenhausen, das Anfang Juli des vergangenen Jahres von den Eigentümern an die Steinbau Massivhaus verkauft worden ist. Diese will an der Birken- und Ulmenstraße so schnell wie möglich Eigentumswohnungen hochziehen. 100 Wohneinheiten sollen es insgesamt sein, neben denen von Steinbau soll hier auch die städtische Wohnungsgesellschaft Gebag tätig werden und auf dem benachbarten ehemaligen Schulgrundstück öffentlich geförderte Wohnungen bauen (die RP berichtete).

Steinbau-Geschäftsführer Arne Thomsen: „Da wir jetzt für die Sicherheit auf dem Areal zuständig sind, haben wir nach einem Gespräch mit den Nachbarn einen Bauzaun um das Gelände errichtet. Wir werden aber nicht sofort mit den Arbeiten beginnen.“ Grund seien Bitten aus der Nachbarschaft, die sommerliche Flora und Fauna nicht zu stören. „Wir nehmen diese Anregungen ernst und beginnen mit der Räumung des Geländes erst behutsam am 1. Oktober“, sagt Thomsen und ergänzt mit Blick auf die Ruinen: „Wir lassen über diesen Zeitpunkt hinaus die metallenen Versiegelungen aller Türen und erreichbaren Fenster bestehen. Wir wollen nicht, dass es hier wieder unliebsame Bewohner oder auch abenteuerlustige Kinder in den Gebäuden gibt.“

Zum weiteren Ablauf gibt CDU-Fraktionsvorsitzender Ferdi Seidelt die Richtung vor: „Wir werden noch im August im Rathaus die Köpfe zusammenstecken. Dann ist es an der Behörde, die Abrissgenehmigung zu erteilen. Parallel dazu wird die Verwaltung für die neue Bebauung die planungsrechtlichen Dinge auf den Weg bringen. Wir haben mit unserem Einsatz beim Eigentümer-Wechsel einen guten Job gemacht, wir haben geliefert. Jetzt ist die Verwaltung am Zug.“

(dc)