Duisburg: Hafenhelden gesucht im Innenhafen

Wettbewerb im Innenhafen: Auf der Suche nach dem Hafenhelden

Wer ist der Schnellste? Das klärt sich in diesem Sommer auf einem Hindernis-Parcours im Innenhafen, der von der Novitas BKK unterstützt wird. Jeder Duisburger über 18 Jahren kann teilnehmen und gewinnen.

Das Ungetüm ist über drei Meter groß. Es besteht zum großen Teil aus Aluminium. Von der Decke hängen in einem Abstand von 70 Zentimetern graue Ketten, die knapp über dem Boden eine Schlaufe formen. Dieses und weitere Hindernisse gilt es bei einer neuen sportlichen Veranstaltung im Duisburger Innenhafen zu überwinden. Vom 19. Juli bis zum 1. September wird zum ersten Mal der „Hafenheld“ von Duisburg gesucht.

Ziel des Wettbewerbs ist, den 20 Meter langen Kurs so schnell wie möglich zu überwinden, ohne dass ein Fuß oder ein anderes Körperteil den Boden berührt. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn der Parcours ist mit zahlreichen Hindernissen bestückt, an denen so mancher an seine Grenzen kommt. „Es ist eine Kombination aus Gleichgewicht und Körperbeherrschung nötig, um sicher ans Ziel zu gelangen“, sagte Werner Ginters, Eventmanager beim Unlimited Veranstaltungsservice. Seine Firma hat den Parcours für „Hafenhelden“ entwickelt. Die einzelnen Hindernisse werden von Aluminum-Traversen gehalten und sind mobil, können also an verschiedenen Orten aufgebaut werden.

Oberbürgermeister Sören Link, Werner Ginters vom Unlimited Veranstaltungsservice und Frank Brüggemann, Vorstandsvorsitzender der Novitas BKK (v.l.n.r.) stehen am Hindernis. Foto: RP/Jan Luhrenberg

„Wir haben einzelne Elemente des Parcours bereits ausprobiert“, sagte Ginters am Mittwoch bei der Vorstellung der Veranstaltung im Innenhafen, die das Projekt unterstützt. „Der Parcours ist nicht zu einfach, aber auch nicht zu schwer“, sagte er zu seiner Kreation. Man sollte zwar schon fit sein, wenn man in den Parcours geht, um nicht chancenlos zu sein. Doch der Eventmanager versichert: „Der Parcours ist für Jedermann und nicht nur für Sportbegeisterte.“

Welche Hindernisse genau auf die Teilnehmer warten, verrät Ginters nicht. Eines ist aber klar: „Es gibt keine großen Fallhöhen, der Kurs ist also sicher.“ Für Unlimited sei noch nicht entschieden, wie der Parcours letztlich aussehe. „Wir sind in der Hinsicht sehr flexibel und können noch Höhen oder Abstände anpassen.“ Bei dieser Entscheidung helfen soll auch die Resonanz der Bürger. Jeweils ein Gerät mit verschiedenen Schwierigkeiten wird beim Stadtfest (19. bis 22. Juli) auf der Düsseldorfer Straße und beim Hafenfest Ruhrort (27. bis 29. Juli) an der Mühlenweide aufgestellt. Dann können Interessierte ein Hindernis ausprobieren und Feedback geben. Auch am Altmarkt in Hamborn, am Bezirksamt in Rheinhausen und in der Fußgängerzone in Meiderich werden zeitnah Hindernisse zu finden sein.

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Der eigentliche Wettbewerb findet dann im Innenhafen statt und ist in zwei Teile gegliedert. Am 18. und 19. sowie am 25. und 26. August finden die Qualifikationsläufe statt. Ohne Anmeldung kann jeder vorbeikommen und sich in den Parcours stürzen. „Die 20 schnellsten an jedem Tag messen sich am 1. September im großen Finale“, sagte Ginters. Der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro. Die Läufe finden auf der großen Wiese im Innenhafen in einer extra angelegten Arena statt. Auf einer Fläche von über 300 Quadratmetern sollen der Parcours und eine Tribüne Platz finden.

Der Eventmanager verfolgt mit seinem Sportspiel ein simples Ziel: „Ich möchte jeden in der Stadt zum Mitmachen animieren.“ Eine Bedingung gibt es allerdings: Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren gestattet. „Duisburg ist eine Sportstadt“, erläuterte Frank Brüggemann, Vorstandsvorsitzender der Novitas BKK den Grund, aus dem die Kasse die Veranstaltung unterstützt. Auch Oberbürgermeister Sören Link, der die Schirmherrschaft über das Projekt hat, zeigt sich von „Hafenhelden“ begeistert. „Eine solche Veranstaltung passt gut in eine Stadt, in der ein Fünftel aller Anwohner in einem Sportverein aktiv sind“, sagte er. „Es ist ein sehr attraktives Format, das hoffentlich viele Menschen anspornt“.

Der Hafenheld für 2018 steht längst noch nicht fest, doch schon ist klar: Auch im kommenden Jahr soll es die Sportveranstaltung geben. Die Planungen von Ginters und dem Unlimited Veranstaltungs-Service laufen bereits auf Hochtouren. „Im nächsten Jahr möchte ich die einzelnen Stadtteile gegeneinander antreten lassen“, gab der Eventmanager einen kleinen Einblick in sein ausgearbeitetes Konzept. Auch Kenntnisse über die eigenen Stadt – neben dem sportlichen Wettbewerb - könnten dann eine Rolle spielen.

(jlu)
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