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Duisburg: Gute Wohnsituation trotz wenig Geld

Mietbelastung entspricht dem Durchschnitt : Gute Wohnsituation trotz wenig Geld

Die Duisburger haben deutlich weniger Geld zur Verfügung als die Bewohner 76 anderer Städte, die die Hans-Böckler-Stiftung auf die Wohnsituation hin untersucht hat. Trotzdem entspricht die Mietbelastung dem Durchschnitt.

Das Sozialgefüge in Duisburg gilt im Bundesvergleich als schwierig. Auf den Wohnungsmarkt wirkt sich das aber nur bedingt aus. Im Gegenteil: Wer wenig Geld zur Verfügung hat, hat in Duisburg gute Chancen eine bezahlbare Wohnung zu finden. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht hat. Sie hat dafür die Wohnsituation in 77 deutschen Städten verglichen. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Aussagen der Studie zusammen.

Wohnhausbestand nach Baujahr In Duisburg gibt es insgesamt 23.361 Wohnhäuser, die vor 1919 gebaut wurden. Das entspricht 9,8 Prozent an der Gesamtzahl. Im Schnitt der untersuchten Großstädte liegt der Anteil solcher Wohnhäuser deutlich unter dem üblichen Wert (14,4 Prozent) für diese Baualtersklasse. 18,7 Prozent (44.840) der Wohnhäuser in der Stadt wurden zwischen 1919 und 1948 fertiggestellt. Der größte Teil der aktuellen Wohnbebauung in Duisburg stammt aus den Jahren zwischen 1949 und 1978 (57,8 Prozent). Alle weiteren Wohnbauten in der Stadt sind neueren Datums.

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Ausstattung der Wohnungen nach Energieform Was die Wohnungsausstattung angeht, entsprechen die Duisburger Werte von kleineren Abweichungen abgesehen dem Durchschnitt der verglichenen Städte. 27,9 Prozent der Wohnungen in der Stadt werden über Fernwärme versorgt, 55,7 Prozent über Gas. Mit Elektrizität heizen in Duisburg noch 3,6 Prozent der Wohnungsbesitzer, auf Heizöl setzen 10,9 und auf Kohle immerhin noch 0,8 Prozent. Mit Holz oder Holzpellets wird in 0,2 Prozent der Wohnungen geheizt. Und rein erneuerbare Energien schenken 0,9 Prozent der Duisburger ihr Vertrauen.

Wohnungsgröße Was die Wohnungsgröße angeht, haben die Bauherren in Duisburg in der Vergangenheit offenbar auf Großzügigkeit gesetzt. Der Studie zufolge gibt es in der Stadt deutlich weniger Wohnungen mit einer Größe von bis zu 45 Quadratmetern (8,4 Prozent) als im Durchschnitt der untersuchten Städte (13,9 Prozent). Bei Wohnungen bis 60, 75 und 90 Quadratmetern liegt Duisburg leicht über dem Durchschnitt. Das gilt auch für Großwohnungen, die zwischen 120 und mehr als 135 Quadratmeter groß sind. Die meisten Wohnungen in Duisburg sind zwischen 45 und 75 Quadratmetern groß (49,6 Prozent).

Personenzahl in den Haushalten Die meisten Wohnungen in Duisburg (42,1 Prozent) werden von Ein-Personen-Haushalten belegt. In 34,4 Prozent der verfügbaren Immobilien wohnen die Duisburger zu zweit. Haushalte mit drei, vier oder mehr Personen machen 23,4 Prozent der Wohnungen aus.

Eigentum und Miete In Duisburg gibt es mehr Wohnungseigentümer als im Vergleich der untersuchten Städte (24,6 Prozent). 27,7 Prozent der Wohnungsnutzer in Duisburg wohnen in ihrem Eigentum.  72,3 Prozent der Duisburger wohnen zur Miete.

Mietbelastungquote Die Mietbelastungsquote beschriebt den Anteil des Haushaltsnettoeinkommens, den die Duisburger für die Bruttokaltmiete aufbringen müssen. Bei einer Mietkostenbelastung von über 30 Prozent sprechen Experten von einem Wert, der die Leistbarkeit übersteigt. In Duisburg trifft das auf 39 Prozent der Haushalte zu. Im Durchschnitt der Städte liegt der Anteil der Haushalte, bei denen die Mietbelastung auf Kosten der Lebensqualität geht, bei 40 Prozent.

Haushaltsnettoeinkommen Die Duisburger haben im Schnitt weniger Geld netto zur Verfügung als Bewohner anderer Städte. Das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen beträgt 1527 Euro. Das Nettoeinkommen im Städtevergleich liegt bei 1734 Euro.