Chemiewerk in Duisburg-Homberg Grenzwerte für Schwermetalle um ein Vielfaches überschritten

Duisburg · Neue Untersuchungen der Umweltbehörden zeigen jetzt, wie sehr das Grundwasser am Produktionsstandort des Chemieunternehmens Venator mit Stoffen wie Cadmium, Thallium und Zink belastet ist. Wie hoch die Belastungen sind und was das für Konsequenzen hat.

Von dem Chemieunternehmen in Homberg geht eine großflächige Grundwasserverunreinigung aus.

Von dem Chemieunternehmen in Homberg geht eine großflächige Grundwasserverunreinigung aus.

Foto: RP

Dass vom Standort des Homberger Chemieunternehmens eine Grundwasserverunreinigung ausgeht, ist schon seit Langem bekannt. Schließlich nahm das frühere Sachtleben-Werk bereits 1892 den Betrieb auf. Aufhorchen ließen dann Ergebnisse von Untersuchungen im Februar 2023, wonach in einer „Schwermetallbelastungsfahne“ im Grundwasser mit einer Größe von etwa 100 Hektar (140 Fußballfelder) die Grenzwerte „um ein Vielfaches“ überschritten wurden. Die Folge: Anwohnern im Bereich der Belastungen wurde angeraten, kein Grundwasser zur Bewässerung oder zum Befüllen von Pools zu benutzen.