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Duisburg: Grüne werfen Sören Link Hetze gegen Flüchtlinge vor

Interview : Grüne werfen Link „Hetze gegen Flüchtlinge“ vor

Die Duisburger Grünen kritisieren die Aussagen des Oberbürgermeisters in einem Interview, das am Donnerstag veröffentlicht worden war.

Am Donnerstag erschien auf Zeit-Online ein Interview mit Oberbürgermeister Sören Link. Die Duisburger Grünen kritisieren einige Aussagen des OB. Link spreche sich darin nicht nur für die umstrittenen Ankerzentren aus, sondern beteilige sich auch zum wiederholten Male an der Hetze gegen Geflüchtete, Sinti und Roma aus Bulgarien und Rumänien, schreiben die Grünen.

„Es gibt in Duisburg viele Menschen, die große Probleme haben, ihr tägliches Überleben zu gestalten. Sie haben keinen Zugang zum Arbeits- oder Wohnungsmarkt, und die versorgende Infrastruktur bricht um sie herum weg“, sagt Grünen-Sprecher Felix Lütke. „Es liegt in der Verantwortung der Kommunalpolitik, das ernst zu nehmen und zwar unabhängig von der Herkunft der Betroffenen. Dass Sören Link erneut Syrer gegen Sinti und Roma gegen Ur-Duisburger ohne Arbeit ausspielen will, ist schäbig.“

Die Grünen fordern, dass die Probleme der Menschen anerkannt werden. Sie seien das Ergebnis einer Politik, die die Kommunen jahrelang allein gelassen und den Strukturwandel verschlafen habe. „Daran hat auch Sören Links SPD, die seit 2013 in der Regierung sitzt, eine Mitschuld“, sagt Lütke. „Und darum fordern wir auch Solidarität ein: Nicht von den Menschen, die wenig haben und jeden Tag kämpfen müssen, sondern von den Wohlhabenden die Sören Link zurecht privilegiert nennt.“

Es brauche ein Ende des Niedriglohnsektors und eine echte, soziale Grundsicherung. „Der soziale Wohnungsbau muss ausgebaut werden und der Bund muss das Ausbluten der Kommunen endlich stoppen“, sagt der Grünen-Sprecher. „Und dafür tragen die SPD und Sören Link die Verantwortung. Herr Link, ihre Partei sitzt in der Regierung: Sie müssen jetzt liefern!“

(th)