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Duisburg: Große Hilfsbereitschaft nach dem Brand bei der Tafel

Nach Brand in Essensausgabe : Duisburger Tafel bekommt Hilfsangebote aus ganz Deutschland

Nach dem Brand der Essensausgabestelle für Obdachlose der Duisburger Tafel ist die Hilfsbereitschaft groß. In den nächsten Tagen wird es für die Hilfesuchenden aber wohl keine warme Mahlzeit geben.

Petra Klein kämpft mit der Fassung. „Ich denke an die Menschen, die hier herkommen um sich aufzuwärmen, ein warmes Essen bekommen und soziale Kontakte knüpfen wollen. Das ist jetzt alles erst einmal vorbei“, sagt sie. Nach dem Brand der Essensausgabestelle für Obdachlose am Grunewald ist die Einrichtung völlig zerstört. Tafel-Geschäftsführer Günter Spikofski steht am Mittag vor dem völlig ausgebrannten Container. „Das ist schlimm. Aber es muss auch gesagt werden, dass die Lebensmittelausgabe an Bedürftige an unseren Standorten in Hochfeld und Marxloh ganz normal weitergeht. Auch unser Lebensmittellager in Meiderich ist nicht betroffen.“ Spikofski wagt auch einen Blick nach vorn: „Wir brauchen nun wieder eine Immobilie, in der wir wieder ein solches Angebot machen können.“

Jeden Tag kommen etwa 50 bis 60 Bedürftige zur Essensausgabe, nehmen ein warmes Mittagessen und wärmen sich auf. „Wenn es kälter wird, kommen auch schon mal 80 Menschen“, so Spikofski. Ein 15-köpfiges ehrenamtlich arbeitendes Team, dazu eine Angestellte und eine Bundesfreiwilligendienstleistende sorgen dafür, dass dies reibungslos das ganze Jahr über funktioniert. „Es ist natürlich klar, dass es in den nächsten zwei, drei Tagen erst einmal keine warme Mahlzeit mehr ausgegeben werden kann“, so Spikofski. Die Tafel hat nicht genügend Räume, um den Ausfall kompensieren zu können.

Es zeichnet sich aber jetzt schon ab, dass es eine große Hilfsbereitschaft geben wird. „Ich habe morgens um 6.30 Uhr von dem Brand erfahren. Ab 7.15 Uhr habe ich schon die ersten Anrufe erhalten von Menschen, die ihre Hilfe angeboten haben. Auch die Tafeln aus Wattenscheid und Krefeld sowie die Tafeln Deutschland aus Berlin haben gefragt, wie sie helfen können.“ Der Tafel geht es nicht in erster Linie um Lebensmittelspenden, denn die laufen wie gewohnt weiter. Wichtiger ist es, einen Ersatz für die abgebrannte Immobilie zu finden. „Am Montagabend werden wir mit dem Vorstand darüber beraten, wie es weiter gehen soll. Gerne kann auf unser bekanntes Konto gespendet werden, vielleicht werden wir aber auch noch ein Sonderkonto für diesen Notfall einrichten“, so der Geschäftsführer.

Bisher fand die Essensausgabe in dem in der Nacht zu Montag abgebrannten Container an der Düsseldorfer Straße statt. Dort gab es Aufenthaltsräume, eine große Küche und einen Sanitärbereich. In dem Container war auch eine Kleiderkammer untergebracht, die ebenfalls ein Opfer der Flammen wurde.

Konto der Duisburger Tafel: Sparkasse Duisburg, IBAN: DE61 3505 0000 0200 2201 50, BIC: DUISDE33XXX

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