Duisburg: Geteilte Meinung bei Digitalisierung

Umfrage: Digitalisierung: Duisburger sind geteilter Meinung

Die Duisburger sind in Sachen Digitalisierung gespalten. Die Jungen begrüßen sie, die Älteren begegnen ihr mit Skepsis.

(RP) Die zunehmende Digitalisierung spaltet Duisburg. Vor allem ältere Bürger geben zu, unsicher und sogar ängstlich gegenüber der digitalen Entwicklung zu sein und sich nicht mitgenommen beziehungsweise nicht ausreichend informiert zu fühlen. Die Jüngeren dagegen sehen in der Digitalisierung vor allem Chancen – und sich selbst als Teil dieser Zukunft. Das sind die Kernaussagen einer großen, bundesweiten wissenschaftlichen Studie mit über 22.000 Befragten, an der auch rund 730 Duisburger Bürger teilnahmen. Die Studierenden der FOM, nach eigenen Angaben Deutschlands größter privater Hochschule, trugen die Ergebnisse im Frühjahr und Sommer 2018 zusammen.

Grundsätzlich könnte die Selbsteinschätzung in Bezug auf die digitale Entwicklung und die Eingebundenheit jedes Einzelnen auch in Duisburg deutlich besser sein. Klar wird allerdings: Je älter, desto unsicherer sind die Menschen in Deutschland. Während die Generationen Z (12 bis 21 Jahre) und Y (22 bis 36 Jahre) sich zu 52 bzw. 61 Prozent für digital kompetent halten, nimmt diese positive Selbsteinschätzung mit zunehmendem Alter deutlich ab. Von den befragten Babyboomern (52 bis 62 Jahre) halten sich nur noch 33 Prozent für digital kompetent, von den Probanden über 63 Jahren sogar nur noch zwölf Prozent.

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Nur 15 Prozent der über 63-Jährigen Duisburger fühlen sich der Studie zufolge beim Thema Digitalisierung von den Anbietern (Industrie/Handel/Dienstleistung) mitgenommen, bei der jüngeren Generation (22-36 Jahre) sind es immerhin 31 Prozent. Das Informationsmanagement der Unternehmen könnte also besser sein. Daraus resultierend erscheint auch die Angst vor Überforderung logisch: 68 Prozent der über 63-Jährigen haben Angst vor einer Überforderung durch digitale Neuerungen, bei den unter 21-Jährigen sind es nur 20 Prozent.

(rp)
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