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Duisburg: Gebag rät ihren Mietern, die Nebenkosten zu erhöhen

Energiepreise : Warum die Gebag ihren Mietern in Duisburg rät, selbst die Nebenkosten zu erhöhen

Wie viel es wirklich wird, ist noch offen. Denn zusätzlich zur Gasumlage ab Oktober werden die Heizkosten wegen der Gasknappheit weiter steigen. Was die Gebag ihren Mietern rät.

Mit mehr als 12.000 Wohnungen gehört die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gebag zu den wichtigsten Vermietern in Duisburg. Und sie hat auch einen Vorschlag an ihre Mieter, wie sie mit den drohenden Preissteigerungen umgehen könnten.

„Heute schon an morgen denken“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Montag. Die Energiepreise seien seit Beginn des Ukrainekrieges kontinuierlich gestiegen. „Mit weiteren Kostensteigerungen ist zu rechnen“, heißt des weiter. Dies gelte vor allem für die Heizkosten. „Da können am Ende böse Überraschungen lauern“, warnt die Wohnungsbaugesellschaft.

Klaus Nekat, Bereichsleiter der Betriebswirtschaft bei der Gebag, hat dazu einen Vorschlag: „Möglicherweise ist es für Mieterinnen und Mieter sinnvoll, die monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen vorausschauend zu erhöhen.“ Schon eine Erhöhung von fünf bis zehn Euro im Monat mache einiges aus und könne dazu beitragen, unangenehme Nachzahlungen, besonders bei den Heizkosten, zu vermeiden.

 Die Firmenzentrale der Gebag an der Tiergartenstraße.
Die Firmenzentrale der Gebag an der Tiergartenstraße. Foto: Hohl, Ralf (hohl)

Diese Anpassung müssen Mieter jedoch eigenverantwortlich bei ihrem Vermieter vornehmen. Außerhalb der jährlichen Nebenkostenendabrechnung sei eine Erhöhung durch den Vermieter rechtlich nicht zulässig. Die Gebag appelliert an ihre Mieterinnen und Mieter, eine solche Erhöhung „freiwillig“ vorzunehmen.

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Passieren könne dem Mieter nichts, denn bei der Endabrechnung würden die monatlich geleisteten Vorauszahlungen mit den tatsächlich angefallenen Kosten gegeneinander aufgerechnet. „Im Bestfall ist für den Mieter ein Guthaben entstanden, das dann ausgezahlt werden kann“, so die Gebag.

Die Nebenkostenvorauszahlung zahlt im Regelfall der Mieter an den Vermieter. Der Vermieter begleicht dann die Rechnungen an den Energieversorger und erstellt eine Jahresendabrechnung.

(mtm)