Stadtwerke Duisburg Gaspreise könnten zum neuen Jahr wieder steigen

Duisburg · Auch wenn die Stadtwerke den Erdgaspreis zum 1. Juni gesenkt haben, steigt dieser wahrscheinlich zum Jahreswechsel. Was bisher passiert ist und worauf sich Verbraucher einstellen müssen.

 Die Energiekosten steigen. Im kommenden Jahr wird sich wahrscheinlich nicht viel ändern.

Die Energiekosten steigen. Im kommenden Jahr wird sich wahrscheinlich nicht viel ändern.

Foto: dpa/Marijan Murat

Draußen wird es kälter - dementsprechend drehen viele schon jetzt die Heizung auf. Doch das ist mit hohen Kosten verbunden. Die Energiepreise erreichten im vergangenen Jahr einen Rekordwert.

Auch wenn die Stadtwerke Duisburg nach Preisanpassungen eine Stabilität versprechen, bleibt diese für das kommende Jahr noch unklar. Zum Jahreswechsel könnte der Gaspreis nämlich wieder steigen. „Das hängt natürlich auch von dem Mehrwertsteuersatz für Gas ab“, sagt Thomas Kehler, Pressesprecher für die Stadtwerke Duisburg. Diesen Satz hat die Bundesregierung aufgrund der Energiekrise auf sieben Prozent gesenkt. Jedoch soll dieser wieder auf 19 Prozent steigen. Wie hoch der Preis dann für Verbraucher in Duisburg sein wird, bleibe vorerst unklar. Wobei die Stadtwerke die Erhöhungen durch die Mehrwertsteuer nur an ihre Kunden weitergeben – der örtliche Energieversorger selbst profitiert da natürlich nicht von, denn diese Steuern fließen in den Bundeshaushalt.

Anfang 2023 sind die Energiepreise ein wenig gesunken – die Stadtwerke Duisburg haben daraufhin reagiert und zum 1. Juni die Preise angepasst. Dementsprechend zahlte man 15,24 Cent anstatt 19,38 Cent für eine Kilowattstunde Erdgas. Somit würde laut den Stadtwerken ein Singlehaushalt mit 7000 Kilowattstunden rund 290 Euro brutto pro Jahr sparen und ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 22.000 Kilowattstunden ganze 911 Euro brutto. Zum 1. Juli hingegen stiegen die Wärmekosten - der Preis für ein Einfamilienhaus um sechs Euro pro Monat.

Laut den Stadtwerken befinden sich aktuell in rund der Hälfte der Haushalte in Duisburg Gasheizungen. Mit Öl würden 15 Prozent der Haushalte heizen. „Wir nehmen zu den neuen Regelungen bei unseren Kunden eine gewisse Verunsicherung wahr“, so die Stadtwerke. Dennoch müsse sich niemand Sorgen machen, da sie für alle Kunden beratend zur Seite stünden.

Bezüglich der hohen Gas- und Fernwärmepreise lohne es sich weiterhin, Energie zu sparen. „Mit den staatlichen Unterstützungsleistungen und Preissenkungen wird die Kostenbelastung zwar gedämpft, im Vergleich zu früheren Jahren jedoch hoch bleiben“, so die Stadtwerke Duisburg.

(yk)
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