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Duisburg: Freie Künstler haben zwei Sprecher

Duisburger Verband : Zwei neue Sprecher für freie Künstler

Der Verband Freie Duisburger Künstler und die Interessengemeinschaft Duisburger Künstler haben neue Köpfe. Mittlerweile sind alle Duisburger Künstlervereinigungen an ihrer Spitze wieder komplett.

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber weiterhin aktuell: Erst haben die Freien Duisburger Künstler (FDK) Ende März mit Klaus Brüggenwerth und Evangelos Koukouwitakis zwei neue Sprecher gewählt, dann hat der sogenannte Dachverband der drei hiesigen Künstlerverbände, die Interessengemeinschaft Duisburger Künstler (IG), mit Alexander Voß einen neuen Sprecher bestimmt. Nun sind alle Künstlervereinigungen an ihrer Spitze ab sofort wieder komplett. Denn neben den eben drei Genannten, gehören als Vertreter vom Duisburger Künstlerbund (DKB) Elisabeth Höller und Wolf-Dieter Lipka sowie von der Duisburger Sezession Günter Kühn und Gerhard Losemann auch noch zu dem IG-Gremium.

Zuletzt stand die Künstlerin Claudia Grundei dem FDK-Zusammenschluss vor. Jetzt wechselte sie als neues Vorstandsmitglied in den Bundesverband Bildender Künstler (BBK) Niederrhein. Der Fotokünstler Koukouwitakis war bereits in den Gründerjahren des FDK, Anfang der 1980er Jahre, deren Sprecher. Koukouwitakis: „Der Verband Freie Künstler Duisburg war und ist stets Sprachrohr für die hiesige freie Szene. Als FDK kann diese gegenüber der Stadt nämlich anders auftreten und sich mehr Gehör verschaffen. Der FDK ist aber kein Verband, da er weder Aufnahmekriterien hat noch Statuten oder eine Satzung kennt. Er ist schlicht und einfach eine Interessenvertretung aller freien Duisburger Künstler, die nicht zum DKB beziehungsweise zur Sezession gehören. Die genaue Mitgliederzahl ist nur sehr vage, weil es keine offizielle Mitgliedschaft im FDK gibt. Zum FDK hören sicherlich weit über 100, aber weniger als 200 bildende Künstler dieser Stadt.“

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Koukouwitakis wie auch der Künstler und Kurator, Stadtführer und Radiomoderator sowie Kulturmacher und Kunstvermittler Klaus Brüggenwerth sind noch in anderen Gremien in Sachen Kunst und Kultur unterwegs. Während Erstgenannter zum Beispiel als Juror für die nächste Jahresausstellung der IG im Lehmbruck Museum (10. November 2018 bis 17. Februar 2019) in dem eigens dafür eingesetzten Gremium sitzt, aber auch in der Jury von der Kunstmesse „Huntenkunst“ in den Niederlanden als auch der von der Großen Düsseldorfer Kunstausstellung, ist Brüggenwerth noch bis 2019 Mitglied im Kulturbeirat der Stadt Duisburg sowie Gründer und künstlerischer Kopf des beliebten „Kunst- und Kulturmarktes“ beim Ruhrorter Hafenfest. Als Künstler sind beide nicht minder aktiv – auch aktuell: Brüggenwerths „Reminiszenz“ ist bis 2. Oktober noch in der Kunstvitrine im Botanischen Garten zu sehen; Koukouwitakis dagegen stellt Fotografien von Naturdarstellungen noch bis 9. September in der Galerie 23 in Velbert aus. Die Ateliers der beiden befinden sich zum einen im städtischen Künstler- und Atelierhaus auf der Goldstraße (Koukouwitakis) beziehungsweise beim Kunstverein Duisburg auf dem Weidenweg 10 (Brüggenwerth). Auch beim diesjährigen „Offenen Atelier“ in Duisburg (29./30. September und 6./7. Oktober) sind sie wieder mit dabei.

Jetzt aber bereiten beide erstmal die nächste Jahresausstellung des FDK für die Galerie Rheinhausen vor, die am 1. September eröffnet werden soll. Die Laufzeit der Ausstellung dort geht bis zum 11. Oktober. Und dann wollen sich die beiden als FDK-Sprecher folgenden Fragen und Themen widmen: Wie steht es um die Kontakte zur Universität Duisburg-Essen im Zusammenhang mit der Frage: „Wie bekommen wir mehr junge Leute nach Duisburg?“ Wie ist der Sachstand beim „Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium“ und beim „Dreigiebelhaus“ in Sachen Atelierräume? Wo befinden sich ohnehin neue und dazu preiswerte Atelierräume in der Stadt und wie kommt man an diese heran? Wie ist der aktuelle Stand beim an den Künstler Alexander Kuczewski aus Braunschweig vergebenen Aufenthaltsstipendium der Stadt Duisburg, der im Juli ein Atelier im Kultur- und Freizeitzentrum Rheinhausen bezogen und demzufolge seinen Wohnsitz dafür nach Duisburg verlegt hat? Wo kann man neue Fördertöpfe vor allem für Bildende Kunst erschließen: Bei Stiftungen, bei der Wirtschaft, bei der Europäischen Union? Es gibt viel zu tun: Doch wie sagte einst schon Karl Valentin: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“