Duisburg: Förderverein kämpft für Erhalt des Beecker Klosters

Das Kloster soll geschlossen werden : Förderverein kämpft um Beecker Kloster

Das geplante Aus des Klosters hätte möglicherweise auch das Aus pastoraler Arbeit in drei Kirchengemeinden zur Folge.

Im Rahmen des seit 2015 laufenden Pfarreientwicklungsprozesses (kurz: PEP) im Bistum Essen, war auch die katholische Kirchengemeinde St. Michael in Duisburg aufgefordert, sich Gedanken zu machen über eine Neufassung ihrer Kirchenarbeit aufgrund veränderter gesellschaftlicher und finanzieller Rahmenbedingungen und diese in ein Votum für das Bischöfliche Generalvikariat münden zu lassen – die RP berichtete darüber. Die Vorlage wurde Anfang 2018 beim Bistum eingereicht und dem Bischof zur Prüfung vorgelegt. Nach der Bestätigung des Votums durch den Bischof wird das Konzept nun Schritt für Schritt in der vorliegenden Form in die Tat umgesetzt.

Das abgegebene Votum beinhaltet unter anderem die Schließung der Kirche St. Laurentius in Beeck im nächsten Jahr. Allein aufgrund dieser Schließungsempfehlung für das Bistum Essen, gibt es nun Überlegungen seitens der Franziskaner Minoriten der Provinz Danzig, das unter ihrer Leitung stehende benachbarte Beecker Kloster dann ebenfalls zu schließen. Ein Kloster neben einer geschlossenen Kirche, das gehe gar nicht, dachte sich dabei wohl die Ordensleitung. Doch gerade von diesem Kloster aus agieren sowohl Pater Leo Hubert Rawalski, als Pastor von St. Laurentius, als auch Pater Mariusz Gruszfeld, als Pastor von St. Maximilian und Ewaldi. Ein Aus des Klosters hätte möglicherweise auch das Aus pastoraler Arbeit in diesen drei Kirchengemeinden zur Folge, befürchtet der Förderverein St. Maximilian, der vor allem für den Erhalt der gleichnamigen Schiffer- und Gemeindekirche in Ruhrort und das Aufrechterhalten des katholischen Gemeindelebens dort eintritt.

Diesen Zustand der Unsicherheit unter allen Beteiligten, ob bei den polnischen Franziskaner-Minoriten ebenso wie bei den Gläubigen der betreffenden Gemeinden, wollte der Förderverein nicht weiter hinnehmen und schrieb deshalb einen Brief an den Provinzial in Danzig. Darin heißt es unter anderem: „Mit Entsetzen haben wir mitbekommen, dass Ihr Orden plant, das traditionsreiche Kloster Beeck zu schließen. Seine Geschichte geht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Die dortigen Franziskaner waren und sind fester Bestandteil des kirchlichen Lebens am Rhein, insbesondere dem von Beeck, Laar und Ruhrort. Wir, der Förderverein St. Maximilian Ruhrort und Beecker Christen, bitten Sie, die Schließungspläne des Klosters und den damit verbundenen Abzug ihrer Brüder zu überdenken. Insofern hoffen und beten wir, dass die Patres ihre pastorale Tätigkeit in Duisburg noch viele Jahre fortsetzen werden.“

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