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Duisburg: Filmwoche steht unter dem Motto „Schichten“

Festival in Duisburg : Filmwoche steht diesmal unter dem Motto „Schichten“

Noch bis zum 20. August können Filmproduktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für das renommierte Duisburger Dokumentarfilm-Festival eingereicht werden.

„Bilder aus der Wirklichkeit“ war in den ersten Jahren der Duisburger Filmwoche das Motto, das ganz selbstverständlich von Ausgabe zu Ausgabe weitergereicht wurde. Doch irgendwann erschien dieser Titel als Gedankenanstoß zu allgemein, und die Macher des international renommierten Festivals für den dokumentarischen Film dachten sich jeweils neue Mottos für die Filmwochen-Jahrgänge aus. Die hießen beispielsweise: „Räume“, „Im Bilde sein“, „Ausgänge“, „Es ist Zeit“, „Mittel der Wahl“, „Handeln“ oder im vergangenen Corona-Jahr „Anspruch“. Vor zwei Jahren wurde ein Motto gewählt, das einem beim Lesen buchstäblich den Atem verschlug: „Wer erstickt, wo wir atmen?“ Obwohl das Motto nichts über die Auswahl der deutschen, österreichischen und Schweizer Dokumentarfilme aussagt, die schließlich bei der Filmwoche gezeigt werden, kann man stets gespannt auf den Impuls sein, der mit der Titelsetzung verbunden ist. Mit einer gewissen Feierlichkeit wurde jetzt das Motto der 45. Duisburger Filmwoche (10. bis 14. November) bekannt gegeben. Es heißt „Schichten“.

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Das Filmwochen-Team unter Leitung von Alexander Scholz, dem neuen Kurator des Festivals (die RP berichtete), macht selber vor, wie angesichts dieses Mottos der Assoziationsraum aussehen kann. Im Online-Nachrichtenportal heißt es: „Der Reiz einer glatten Oberfläche, darunter – unter Umständen – Doppelbödiges... Getreu diesem Motto begreifen wir die Filmwoche nicht als Monolith, sondern als Festival der Entfaltung, bei dem Bedeutungsebenen freigelegt werden, Eindrücke sich überlagern und diverse Schichten sichtbar werden können.“ Darüber hinaus soll das Motto „Schichten“ aufgegriffen werden, um die protokollierten Filmwochen-Diskussionen der vergangenen Jahre zu analysieren. Diese Aufgabe wurde dem Dokumentarfilm-Experten Fabian Tietke übertragen. Seine Erkenntnisse kann man unter dem Stichwort „Blätterteig“ auf der Internetseite der Duisburger Filmwoche nachlesen: www.duisburger-filmwoche.de.

Zur Zeit ist eine Auswahlkommission noch dabei, aktuelle Dokumentarfilm-Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sichten. Es kommen täglich noch Filme hinzu. Die Frist der Einreichungen für die Duisburger Filmwoche endet am 20. August.