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Duisburg: Film über Walter Kaufmann als NRW-Premiere im Filmforum

NRW-Premiere im Filmforum : Walter Kaufmann – welch ein Leben!

Einen ganz besonderen Film zeigt das Filmforum am Samstag: Es geht um das bewegte Leben des Duisburger Schriftstellers Walter Kaufmann. Am Samstag um 15 Uhr ist dort der Dokumentarfilm „Walter Kaufmann – Welch ein Leben!“ zu sehen.

Karin Kaper und Dirk Szuszies haben das Leben des am 15. April diesen Jahres im Alter von 97 Jahren gestorbenen Walter Kaufmann verfilmt - ein Leben, dass schillernder als jedes Drehbuch war.

In Anwesenheit Regisseurs Dirk Szuszies wird Ludger Joseph das anschließende Filmgespräch übernehmen. Heid hat erst kürzlich den Briefwechsel der Adoptiveltern mit Walter Kaufmann mit dem Titel „Alles Schreiben hat ja das Ziel, daß wir drei wieder zusammenkommen“, als Herausgeber veröffentlicht.

Das filmforum wird den Film auch noch an weiteren Terminen spielen – im Oktober am 3. und 4. um 18 Uhr, sowie am 6. um 16 Uhr.

Duisburg war Mittelpunkt des jungen Lebens von Walter Kaufmann und die Stadt ist zeitlebens wichtig für ihn geblieben: als Ausgangspunkt des Aufbruchs in die weite Welt, wenn dieser auch unfreiwillig begann. Seine Adoptiveltern wurden nach Theresienstadt deportiert und später in Auschwitz ermordet. Im Gegensatz zu ihnen konnte Walter Kaufmann der Vernichtung durch die Nazis entkommen, rettete sich als Jugendlicher mit einem Kindertransport nach England.

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Er wurde australischer Soldat, Hochzeitsfotograf, Seemann und später preisgekrönter Schriftsteller. Diese Erfahrungen in zahlreichen Reportagen und Büchern. Von 1985 bis 1993 stand er als Generalsekretär dem PEN-Zentrum vor. Walter Kaufmann wurde später mit etlichen Auszeichnungen, wie dem Fontane-Preis, dem Heinrich-Mann-Preis sowie dem Literaturpreis Ruhr geehrt.

(RP)