Duisburg: Fans von Galatasaray Istanbul sorgen mit Bengalos für Chaos

Böller und Bengalos gezündet : Fans von Galatasaray Istanbul sorgen für Chaos in Duisburg

Der Meistertitel des türkischen Fußballvereins Galatasaray Istanbul wurde am Sonntagabend in den Duisburger Stadtteilen Hamborn und Marxloh exzessiv gefeiert. Etwa 800 Personen zündeten Böller und Bengalos.

Nachdem der türkische Fußballverein Galatasaray Istanbul seinen Titel als türkischer Fußballmeister aus dem Vorjahr verteidigte, trafen sich am Sonntagabend um 20 Uhr auf der Weseler Straße etwa 400 Fußballfans und zogen in Richtung des Amtsgerichtes Alt-Hamborn. Dabei blockierten die Fans die Weseler und Duisburger Straße und skandierten fußballtypische Schlachtrufe. Mehrere Streifenwagen begleiteten die Menge und hielten die Fans in Schach.

Auf dem Vorplatz versammelten sich derweil circa 150 weitere Fußballanhänger und zündeten Bengalfackeln und Böller. Zeitgleich bildete sich ein Autokorso von ungefähr 100 Fahrzeugen, welcher die L1 im Bereich der Duisburger Straße auf- und abfuhr. Nach Eintreffen des Fanmarsches aus Marxloh befanden sich in der Spitze bis zu 800 Personen auf dem Vorplatz des Amtsgerichtes, wo die vermeintlichen Fans weitere Pyrotechnik zündeten.

Da die Personen mitunter auf die Fahrbahn traten und die umherfahrenden Fahrzeuge Hupkonzerte durchführten, sperrten die Polizisten die Duisburger Straße und leiteten den Fahrzeugverkehr ab. Gegen 21.30 Uhr entfernten sich die Personen in alle Himmelsrichtungen.

Die Polizei hat diverse Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet, einige Bengalfackeln und Böller sichergestellt, sowie Platzverweise ausgesprochen. Bei der Überprüfung eines Mannes (37) stellte sich heraus, dass er seitens der Staatsanwaltschaft Duisburg zur Festnahme ausgeschrieben ist.

Bei seiner Durchsuchung auf der Wache entdeckten die Polizisten eine geringe Menge an Drogen. Weil er seinen Haftbefehl durch eine Geldstrafe abwenden konnte, verließ er die Wache als freier Mann. Ihn erwartet nun ein neues Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

(dab)
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