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Duisburg: Ex-Stadtdirektor Jürgen C. Brandt will SPD-Chef werden

Ex-Stadtdirektor stellt sich zur Wahl : Jürgen C. Brandt will Chef der Duisburger SPD werden

Der Duisburger Unterbezirks-Parteitag am Samstag wird mindestens zum Dreikampf. Der ehemalige Stadtdirektor will die SPD nach internen Querelen für eine Übergangsphase von zwei Jahren führen und damit einen.

Wenn die Duisburger Sozialdemokraten am kommenden Samstag einen neuen Vorsitzenden wählen, werden die Delegierten die Auswahl zwischen mindestens drei Kandidaten haben. Nach Informationen unserer Redaktion wird dann neben Norbert Fabian und dem Bundestagsabgeordneten Mahmut Özdemir auch der ehemalige Duisburger Stadtdirektor Jürgen C. Brandt antreten.

In einem Schreiben an die Delegierten des Unterbezirk-Parteitags, das unserer Redaktion vorliegt, gibt Brandt an, dass er sich seit Wochen mit dem internen Zustand der Duisburger SPD beschäftige. „Ich bin mir sicher, dass Euch die momentane Lage in der Duisburger SPD genauso schmerzt wie mich“, schreibt Brandt. „Mit meiner Kandidatur geht es mir um Zusammenhalt und politische Zukunftsfähigkeit.“ Er wolle die Partei für eine Übergangsphase von zwei Jahren führen und in dieser Zeit einen. Erst danach könne die Partei verantwortlich über eine personelle Neuaufstellung entscheiden – „weil wir dann wissen werden, wer sich von uns beim Zusammenführen bewährt hat und uns in der Zukunft führen kann.“

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Der 66-jährige Brandt ist studierter Jurist und war von 1990 bis 1999 zunächst Beigeordneter und dann bis 2006 Stadtdirektor der Stadt Duisburg. 2009 unterlag er als Oberbürgermeister-Kandidat gegen CDU-Amtsinhaber Adolf Sauerland. Eigentlich wollten die Landtagsabgeordnete Sarah Philipp und Oberbürgermeister Sören Link die SPD gemeinsam führen und gewannen auch eine entsprechende Mitgliederbefragung. Nachdem sich ein Parteitag im Juni mehrheitlich gegen eine Doppelspitze ausgesprochen hatte, verzichteten jedoch beide auf eine erneute Einzelkandidatur.

(mlat)