Duisburg: Erstes Openair an der Regattabahn

Duisburg: Opernair-Konzert an der Wedau: Sommernachtstraum an der Wedau

Mit einem Freiluftkonzert wird am Samstag, 1. September, die neue Spielzeit eröffnet: Die Duisburger Philharmoniker spielen, platziert auf einer schwimmenden Bühne. Das Programm reicht vom Barock bis zum Pop.

„Was lange währt, wird endlich gut“, meinte Kulturdezernent Thomas Krützberg, als er gestern im Stadttheater über eines der spektakulärsten musikalischen Ereignisse Duisburgs sprach: Das Serenadenkonzert „Klassik an der Wedau“, das am Samstag, 1\. September, die neue Spielzeit eröffnen wird.

Bereits vor 20 Jahren  ist erstmals über ein Freiluftkonzert an der Regattabahn nachgedacht worden, doch erst jetzt wird es Wirklichkeit. Die Hemmnisse bestanden zum einen in der technischen und organisatorischen Herausforderung, ein Konzert aufs Wasser zu stellen. Zum anderen muss ein solches „Event“ auch finanziert werden. Dieses Problem lösten die Sponsoren Erich Staake (Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG als Hauptsponsor), Walter Hellmich (Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter Hellmich-Unternehmensgruppe), Michael Rademacher-Dubbick (Geschäftsführer Krohne Messtechik) und die Duisburger Getränkegruppe Hövelmann.

Seit dem 4\. Juni gibt es Karten im Vorverkauf für dieses Freiluftkonzert (die RP berichtete). Und der läuft gut: Obwohl vom Programm bislang nur das Motto „Von Barock bis Pop“ bekannt war, wurden fast alle der rund 1000 Bühnenplätze schon verkauft (gestern Abend waren nur noch rund 30 Karten für diese begehrten Plätze im freien Verkauf erhältlich). Rund 700 Karten gibt es aber noch für die Stehplätze auf der Uferwiese (15 Euro), die möglicherweise atmosphärisch schöner sind als die hinteren Bühnenplätze. Intendant Alfred Wendel wies gestern darauf hin, dass es aus Sicherheitsgründen (Fluchtwege) nicht erlaubt ist, eigene Sitzmöbel auf der Wiese aufzustellen. Decken oder Kissen dürfe man aber mitbringen.

Das große Konzert beginnt um 20 Uhr, doch bereits ab 18 Uhr werden das vierköpfige Mercator-Ensemble und das Duisburger Blechbläserquintett für die nach und nach eintreffenden Besucher spielen. Gegen 19\.45 Uhr wird das Publikum gebeten, seine Plätze einzunehmen. Dann werden auch 50 Musiker der Duisburger Philharmoniker über einen Steg die schwimmende Bühne betreten, die 18 Meter vom Ufer entfernt verankert wird. Das musikalische Programm reicht von Vivaldi bis zu Hits aus Musical und Film. Star des Abends ist Sabrina Weckerlin, die unter vielen Auszeichnungen zum dritten Mal in Folge als „schönste Musicalstimme“ geehrt wurde. Im Freiluftkonzert am 1\. September wird sie Songs aus den Musicals „Tarzan“ und „Hair“ singen. Und gegen Ende den weltbekannten Song „Somewhere over the Rainbow“ aus dem Musicalfilm „Der Zauberer von Oz“. Die instrumentalen Solisten sind: Laura Vukobratovic und  Albert Marigó Sarrión (Trompete) und Önder Baloglu (Violine)  - allesamt Musiker mit internationaler Karriere.

  • Duisburg : Glänzende Oboengruppe der Duisburger Philharmoniker

Eröffnet und beschlossen  wird das Konzert mit passenden klassischen Klängen. Zu Beginn erklingt der 1\. Satz aus der „Rheinischen Sinfonie“ von Robert Schumann. Und am Ende hört man Auszüge aus der „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel. Mittendrin steht ein Werk auf dem Programm, das bei einem Sommerkonzert nicht fehlen darf: Felix Mendelssohn Bartholdys Musik zu Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“.

Es dirigiert Benjamin Reiners, auf den sich viele Musikfreunde besonders freuen werden. Reiners wurde 1983 in Duisburg geboren und leitete als ganz junger Mann das Duisburger Jugendorchester, dessen ungewöhnliche Konzerte (u.a. in einem Kaufhaus) sehr beliebt waren. Inzwischen hat Reiners eine beachtliche Karriere gemacht. Zurzeit ist er stellvertretender Generalmusikdirektor und Erster Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim. Und in der Spielzeit 2019/ 2020 wird er Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Kiel. Duisburg steht bei ihm aber nach wie vor hoch im Kurs: Im Dezember dieses Jahres wird er als Dirigent bei der Rheinoper debütieren und im Theater Duisburg acht Aufführungen der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß leiten.

Einen „Plan B“ für das Konzert, das in Duisburg eine Tradition werden soll, gibt es auch: Falls die Wetterbedingungen ein Freiluftkonzert unmöglich machen sollten, wird das Konzert in die Mercatorhalle verlegt. Die endgültige Entscheidung darüber wird am Vortag, um 13 Uhr, getroffen. Da die Mercatorhalle nur rund 1500 Besucher fasst, können nur die Inhaber der Bühnenkarten in die Mercatorhalle kommen; die anderen bekommen ihr Geld zurück.

Mehr von RP ONLINE